44 Jahre im Vorstand

Udo Speck ist die Seele vom Ski-Club Meißner

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Ein Vorbild in Sachen ehrenamtlicher Arbeit über Jahrzehnte hinweg: Udo Speck ist seit 52 Jahren Mitglied im Ski-Club Meißner Eschwege und war 44 Jahre im geschäftsführenden Vorstand tätig.

Nach 44 Jahren im geschäftsführenden Vorstand vom Ski-Club Meißner Eschwege hat Udo Speck 2016 sein Amt an Sohn Heiner weitergegeben. Er ist die Seele des SC Meißner.

Im Verein ist er seit 1968 Mitglied, übernahm 1972 für sechs Jahre das Amt des Schriftführers, um 1978 bis 2016 als stellvertretender Vorsitzender den Club als tragende Säule mitzuprägen. Auch nach seinem Rücktritt ist er in vielfältiger Weise ehrenamtlich aktiv.

„Wenn wir von Udo Speck sprechen, dann sprechen wir von der Seele unseres Vereins. Er ist ein Mann der Gerechtigkeit lebt, der den Ausgleich sucht, der für alle Verständnis aufbringt, der nicht nur redet, sondern auch zupackt und den analytische Stärken auszeichnen. Dazu ist er immer hilfsbereit, zuverlässig und locker, sprich hemdsärmelig“, lobt der SCM-Vorsitzende Peter Eberhardt seinen langjährigen Stellvertreter in höchsten Tönen. Und er nennt ihn einen fairen Sportsmann, der noch immer auf Langlauf- und Rollski sowie beim Fahren mit dem Mountainbike seine Freude am Sport zum Ausdruck bringt. Und Udo Speck ergänzt die Worte: „Gerne bin ich auch mit meinem jetzt neunjährigen Enkel auf alpinen Ski unterwegs. Wenn ich ihn am Berg sehe, dann lacht mir das Herz, ja, das entlockt mir Begeisterung.“

Da verwundert es nicht, dass Udo Speck bereits elf einwöchige Skireisen für die Kinder und Jugendlichen des Vereins sowie von den „Skifreunden Vockerode“ organisiert hat, „um ihnen den wunderbaren Skisport zu vermitteln“, schwärmt er von der ersten Fahrt mit dem Doppeldeckerbus nach Frankreich und verweist auch auf Serfaus, das Montafon, das Zillertal und Bad Hofgastein. „Die Suche nach Quartieren war nicht immer ganz einfach, denn wer kann schon eine so große Meute unterbringen“, zeigt sich der 68-Jährige angetan, dass es immer wieder geklappt hat.

„Ich selbst habe für mich auch noch die Liebe zum Tourenskilaufen entdeckt. Dabei siehst du diesen Sport aus einem ganz anderen Blickwinkel, abseits der Pisten und des Trubels, allein mit ein paar Freunden, das ist traumhaft, das ist Skilaufen pur“, lässt Udo Speck freilich erkennen, dass ihm dabei die Sicherheit über alles geht.

Und neben seiner Arbeit in der Skiheim-Hauskommission betreut er auch den Stoppomat am Meißner ehrenamtlich. „Die Zeitmessanlage zwischen Abterode und dem Meißnerplateau, die momentan wegen der Corona-Pandemie deaktiviert ist, verlangt intensive Betreuung, weil durch die Strahlung der Sender am Meißner die Funkuhr rebelliert und von Hand korrigiert werden muss. Auch das stete Auffüllen und Herausnehmen der Teilnehmerkarten gehört zu meinen Aufgaben, während Reinhardt Gehrmann die Daten ins Internet stellt“, spannt Udo Speck den Bogen zur Hauskommission des Skiheims. „Durch meine räumliche Nähe als Vockeröder und meinen Hang zu unserem Clubheim habe ich diese Aufgabe gerne übernommen. Der Einkauf von Heizöl, der Einsatz bei Problemen, denen sich die Reisegruppen ausgesetzt sehen, Reparaturen und da die Müllautos nicht bis zum Heim fahren, müssen die Tonnen zur Straße gebracht werden“, gewährt Udo Speck Einblick in diese Tätigkeit.

Und immer alles ehrenamtlich, er hat noch nie einen Cent eingefordert“, bestätigt Peter Eberhardt, der sich freut, dass ihm sein ehemaliger Vize auch heute noch um die Senioren kümmert: „Udo besucht unsere treuen Mitglieder, gratuliert zu runden Geburtstagen und bei 300 an der Zahl kommt das regelmäßig vor.“

Bei 38 Jahren als stellvertretender Vorsitzender ist er häufig gefragt worden, ob er nicht den Vorsitz übernehmen will? „Ich habe kontinuierlich meine Hilfe angeboten und mich unter insgesamt fünf Vorsitzenden von Willi Michel bis Peter Eberhardt eingebracht, aber als Werksleiter von Sibo hätte mir die Zeit gefehlt, um an der Spitze zu stehen“, macht der 68-Jährige deutlich, dass er auch als zweiter Mann viel bewegt hat, auch wenn es darum ging zu vermitteln oder zu schlichten.

Sehen lassen kann sich auch sein persönlicher Leistungskatalog: Mehrere Bezirksmeistertitel in der nordischen Kombination, zweite und dritte Plätze bei den Hessenmeisterschaften im Skiroller-Berglauf sowie Rang fünf bei den deutschen Titelkämpfen weisen seine Bilanzen auf: „Im Sommer habe ich an vielen Volksläufen über alle Strecken bis zum Marathon sowie an Langlaufrennen in mehreren Bundesländern teilgenommen. Die Abnahme von Sportabzeichenprüfungen und auch das Hallentraining des SCM binden mich auch jetzt noch ein. Und in Vockerode helfe ich regelmäßig bei den Mäh- und Erneuerungsarbeiten auf dem Friedhof. Im letzten Jahr haben wir komplett die Friedhofshalle in Eigenleistung erneuert und vergrößert“, nutzt Udo Speck das Forum, um sich bei seiner Familie zu bedanken.

„Meine Ehefrau Kornelia hat mir stets zur Seite gestanden und mein Sohn Heiner mich als SCM-Vize beerbt. Und wenn Veranstaltungen wie Bergläufe oder der Skibasar anstehen, ist die komplette Familie in die Organisation mit eingebunden.“

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