Theatergruppe Wolfterode: Frech, Pointenreich und immer witzig

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Zwei Paraderollen: Sara Brill als Hausmagd Vroni und Arno Becker als Opa, der intensiv gewaschen wird. 

Frankershausen –Alle zwei Jahre führt die Theatergruppe der Feuerwehr Wolfterode einen Schwank auf. Diesmal zeigten die Laien-Schauspieler das Lustspiel „Viel Krach in einer Nacht“.

Wie gewohnt pointenreich; freche und gewagte Kalauer sowie lustige Episoden schnell aneinandergereiht. Auf all diese Dinge freut sich alle zwei Jahre ein breites Publikum. Nämlich dann, wenn die Theatergruppe der Feuerwehr Wolfterode die Bühne der Kneipe Öx in Frankershausen mit einem humorvollen Schwank belebt.

Das zwölfköpfige Ensemble hat es mithilfe der Souffleuse Regina Orth wieder verstanden, dass sich die 160 Gäste permanent bei lautstarkem Lachen, quasi vor der Tür der Gaststätte „Zur goldenen Gans“ auf die Oberschenkel geschlagen haben. Ja, mit der Bernd-Gombold-Komödie „Viel Krach in einer Nacht“ hat die Gruppe erneut ins Schwarze getroffen.

Dass es am Ende zu einer tränenreichen Rolle rückwärts der drei Damen - Wirtin Agnes (Karoline Felmeden), Turnvereinschefin Rosemarie (Iris Schlender) und Kirchenorganistin Martha (Ilona Schindewolf) – kam, die zuvor dem Gesundheitsfanatiker Joschi (Jan Eberhardt) auf den Leim gegangen sind und nach dem Besuch in der Wellness-Oase mit Trennkost und Kneipp-Therapie reumütig zu ihren Ehemännern zurückkehrten, hat aber nicht davon abgelenkt, dass auch die drei Ehemänner – Wirt Gustl (Karl-Heinz Orth), Viehhändler Pius (Tobias Eichenberg) und Küster Peter (Jannik Schindewolf), die auch noch den Kosmetikhändler Schmotz-Sepp (Simon Orth) im Schlepptau hatten, eine heiße Nacht in einem Etablissement in Bad Sooden-Allendorf mit Bardame Lilly (Lara Schindewolf) verbrachten.

Eine Paraderolle verkörperte der Opa (Arno Becker), der einerseits seine körperlichen Defizite der Familie nur vorgespielt und andererseits mit List und Geschick die Hausmagd Vroni (Sara Brill) mit dem Knecht Martin (Martin Eberhardt) verkuppelt hat. Auch Vroni glänzte mit vielseitigem Rollenspiel.

Die Besucher der sechs weiteren Aufführungen dürfen sich freuen, denn die lustigen Wendungen sorgen (mit Pausen) für drei unterhaltsame Stunden.

Seit Oktober probt das Ensemble, was laut Karl-Heinz Orth nicht immer ganz einfach war. „Unser Problem, alle zwölf Spielleute unter einen Hut zu bekommen“, erklärte der Drahtzieher der Gruppe. Wörtlich: „Fehlt jemand, müssen die Texte trotzdem gelesen werden, um den Übungsrhythmus zu gewährleisten. Auch werden viele Szenen einzeln dargestellt und eingereiht“, macht Orth deutlich, dass rund 30-mal geprobt wurde und ein ganztägiger Workshop für sehr viel Sicherheit in den Abläufen sorgte.

Ein weiteres Problem, die Gruppe kann erst in der letzten Woche vor der Premiere am Originalschauplatz üben: „Wir liegen zwischen den Veranstaltungen der Kulturinitiative Hängnichrum und konnten so erst am Sonntag vor der Premiere die Bühne aufbauen“, so Karl-Heinz Orth beim WR-Gespräch.

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