Viele Gäste, wenig Betten: Tourismus in Meißner entwickelt sich gut

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Hereinspaziert: Zur Mohnblüte kamen in diesem Jahr rund 25 000 Menschen nach Germerode. Für die Besucher muss der Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr verbessert werden. 

Germerode. Zufrieden bilanzierte die SPD Meißner die Entwicklung des Tourismus in der Gemeinde. Die Besucherzahlen hätten sich deutlich verbessert. Allerdings fehlten Unterkünfte für große Gruppen in der Gemeinde.

Besucherzahlen

Die Touristenzahlen haben sich laut Friedhelm Junghans, Bürgermeister der Gemeinde Meißner, enorm gesteigert. Circa 25 000 Besucher hätten die Mohnblüte im Ortsteil Germerode besichtigt. Der Bergwildpark Germerode habe über 42 000 Besucher gezählt, was mittlerweile sogar zu einem positiven Haushalt geführt habe.

Mohnblüte

Der Mohnanbau in Germerode wurde dieses Jahr von 15 auf 23 Hektar vergrößert. Landwirt Björn Sippel, der den Mohn nach der Blüte auch erntet, plant, das Niveau zu halten und sich auf die Vermarktung der bestehenden Ölmengen zu konzentrieren.


Infrastruktur

Stefan Reuß, Landrat des Werra-Meißner-Kreises, betont, dass die nächste Aufgabe in der Verbesserung der Infrastruktur liege. Das umfasse eine Anbindung der Attraktionen an den öffentlichen Personennahverkehr, den Internetausbau und besonders den Bau von Unterkünften. Eine Umstrukturierung der Anruf-Sammel-Taxen und der Breitbandausbau seien in Gang, doch Unterkünfte blieben knapp: „Derzeit stehen nur 25 Ferienwohnungen und 247 Schlafplätze für Gruppen ab zehn Personen zur Verfügung – deutlich zu wenig“, sagte Reuß. Es sei kaum möglich, eine Busgruppe gemeinsam unterzubringen. Ziel sei daher, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Investitionen ermöglicht.

Image-Kurzfilm

Premiere: Der neue Imagefilm des Naturparks wurde vorgeführt. Vom Barfußpfad bis zur „Ahlen Wurscht“ ist alles dabei. (lsc)

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