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Vockeröder erneuern ihre Friedhofshalle komplett in Eigenleistung

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Die Mitglieder des Friedhofsausschusses Vockerode vor der neuen Friedhofshalle des Orts, die vollständig in Eigenleistung erneuert worden ist.

30 Helfer und 1500 Stunden: In vollständiger Eigenleistung haben die Vockeröder ihre Friedhofshalle erneuert; Freitagabend wurde sie in gemütlicher Runde von den Helfern eingeweiht.

„Mit Stolz und Zufriedenheit können wir auf eine gelungene Umgestaltung zurückblicken“, eröffnete Manfred Scheffler, Ortsvorsteher von Vockerode, die Einweihung. Seit geraumer Zeit existierten Pläne für die Erneuerung und Vergrößerung der Friedhofshalle, im Oktober 2017 beschloss der Friedhofsausschuss, das Vorhaben anzugehen.

Arbeiten haben 2018 begonnen 

Im Juli 2018 wurde mit den Baumaßnahmen begonnen: Die Kompletterneuerung des Daches, der Elektroinstallation samt Mikrofon sowie der Fenster und Türen, das Anbringen eines Vordaches, das Neustreichen und die Gestaltung des Außenbereiches sorgten für ereignisreiche Monate. Über eine Hallenbeheizung wird derzeit nachgedacht.

Neben der Instandhaltung des Gebäudes war das Hauptziel des Umbaus, weitere wettergeschützte Sitzgelegenheiten im Innenraum zu schaffen. Durch das Einbeziehen der Einbuchtung im Eingangsbereich finden auf 65 Stühlen knapp doppelt so viele Personen einen Sitzplatz wie zuvor. Im hinteren Bereich der Halle befinden sich auf der linken Seite ein Abstellraum für Gartengeräte und auf der rechten Seite ein Umkleideraum für die Pfarrer, welcher über einen gesonderten Eingang verfügt. Eine Herausforderung bei den Arbeiten sei das Walmdach gewesen: Das Abdecken, Neueinlatten und Eindecken sei zügig verlaufen, doch die Erneuerung der Firstgrade entpuppte sich als Aufgabe, die rund sechs Wochen beanspruchte.

"Umbau ist ein Gewinn"

„Dieser Umbau ist ein unheimlicher Gewinn! Gerade in schwierigen Momenten des Lebens können die Menschen trocken untergebracht werden“, resümiert Friedhelm Junghans, Bürgermeister der Gemeinde Meißner. Auch wenn es unabhängig von der Größe immer einige Trauerfeiern geben werde, die die Kapazitäten sprengen, müsse die Größe auch unterhalten werden; die neue Friedhofshalle sei daher ideal. 

Rund 23.500 Euro an Materialkosten sind für den Umbau angefallen; die Gemeinde beteiligte sich zu 50 Prozent, 5800 Euro hatte die Jagdgenossenschaft bereits seit vielen Jahren zugesagt. „Ein unerwartetes Ergebnis brachte unser Spendenaufruf: 4435 Euro wurden durch die Vockeröder Bürger und Firmen gespendet. Ein toller Beitrag“, so Scheffler.

Ausschuss bedankt sich bei Helfern

Der Friedhofsausschuss bedankt sich bei allen Helfern, die ehrenamtliche Leistung, Geräte, Maschinen oder Material zur Verfügung gestellt haben. Das sind: Gerhard Mühlhause, Uwe Reckelkamm, Birgit und Günter Wäschenfelder, Holger Bartnig, Manfred Scheffler, Joachim Beck, Udo Speck, Jürgen Lenort, Michael Pfetzing, Friedhelm Becker, Horst Röhling, Karl-Heinrich Junghans, Manfred Schreiber, Otto Guthardt, Wilfried Brill, Jens Röhrig, Hartmut Gerke, Rainer Köhler, Karl-Heinz Eberhardt, Christian Siemon, Maik Eberhardt, Jonas Pfetzing, Hans-Jürgen Rathke, Felix Eberhardt, Moritz Engelhardt, Dieter Böttner, Achim Felmeden, Dieter Hesse.

Von Lorenz Schöggl

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