Feier im Fackelschein

Waldweihnacht mit Schnee am Frau-Holle-Teich 

+
Weitergabe: Im Zuge der Waldweihnacht am Frau-Holle-Teich übergibt Jochen Grüning (links) das Friedenslicht aus Bethlehem an Samuel Exner.

Hoher Meißner. Schnee, Punsch und spielende Kinder im Fackelschein: Am dritten Advent zog es gut 60 Besucher zur traditionellen Weihnachtsandacht an den Frau-Holle-Teich auf dem Hohen Meißner.

„Hier beginnt für mich jedes Jahr Weihnachten“, erklärte Hilde Schielert und konnte die Atmosphäre damit nicht besser zusammenfassen. Mit einer kurzen Andacht im gemütlichen Fackelschein berichtete Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost von der Eschweger Stadtkirchengemeinde, wie sie Weihnachten als Kind erlebt hat: Mit spannenden Wanderungen im Schnee und einem menschlichen Miteinander. „Nur wer sich aufmacht und das Haus verlässt, kann die Schönheit der Unendlichkeit erkennen“, lautet ihr Fazit.

Unendlichkeit – genau diese spürten die Besucher auf dem Meißner. Nicht angstvoll, sondern ruhig und friedlich blickte man gemeinsam in die umliegende Dunkelheit der Nacht und in die Ferne des Himmels; dabei war es bis auf das Knistern des Feuers und den Wind, der den Flammen Konkurrenz machen wollte, absolut still. „Doch das Licht lässt sich nicht unterkriegen; eine kleine Kerze reicht, die Umgebung zu erhellen“, leitete Repp-Jost den Höhepunkt der Andacht ein: Ausgehend von der zentralen Kerze wurde das „Friedenslicht aus Bethlehem“ an alle, die Laternen mitgebracht hatten, weitergegeben, um es hinaus in die einzelnen Kirchengemeinden zu tragen.

Nachdem der Eschweger Posaunenchor die Andacht mit „Stille Nacht, Heilige Nacht“ abgeschlossen hatte, konnten die Besucher sich noch bei einem heißen Punsch aufwärmen, bis sie sich mit dem Friedenslicht gewappnet wieder in ihre Gemeinden aufgemacht haben – nun kann der Heilige Abend kommen.

Von Lorenz Schöggl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare