Feucht-Biotopbau bringt Staub und Lärm

Gebiet in Niederhone wird als Ausgleich für Deponie bei Weidenhausen angelegt

Weidenhausen. Zu Beeinträchtigungen durch Staub und Lärm kann es derzeit an der Thüringer Straße in Eschwege sowie in Jestädt kommen. Grund ist ein Feuchtbiotop, das entstehen soll.

Das teilt Jörg Klinge, Sprecher des Werra-Meißner-Kreises, mit.

Das Biotop, das in der Gemarkung Niederhone zwischen der Thüringer Straße und dem Meinharder Ortsteil entstehen wird, soll ein Zuhause für seltene Vogel- und Amphibienarten werden. Ausgehoben werden müssen dafür gut 30.000 Kubikmeter Boden, der laut Klinge auf kurzem Weg zur Kreismülldeponie bei Weidenhausen zu deren Rekultivierung gebracht werden soll. Eingesetzt werden dafür eine Raupe, ein Bagger sowie Lastwagen, die alle Staub und Lärm mit sich bringen. Erster soll vor allem durch ein intensives Befeuchten und Reinigen der Fahrwege reduziert werden. Gearbeitet werde immer von montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr.

Wie viele Wochen oder Monate das noch dauern wird, dazu vermochte Klinge nichts zu sagen: „Der Zeitraum dieser Tätigkeit ist von dem Baufortschritt beim Dichtungsbau auf der Deponie abhängig.“ Es sei noch offen, ob das Feuchtbiotop noch in diesem oder möglicherweise erst im kommenden Jahr fertiggestellt werde.

Rekultivierung der Deponie

Erschaffen wird das Feuchtbiotop als Ausgleichsprojekt für die Kreismülldeponie bei Weidenhausen. Weil deren Entstehen ein Eingriff in die Natur darstellt, muss dieser wieder gut gemacht werden: Die Deponie wird deshalb rekultiviert, die Arbeiten dazu laufen wie berichtet bereits. Profiliert worden ist bereits die Oberfläche, und auch die Ausgleichs- und die Tragschicht ist hergestellt worden. Derzeit erfolgt nun auf einer Teilfläche der Dichtungsbau, die zum Schutz vor Witterungseinflüssen wiederum zeitnah mit Boden bedeckt werden sollen.

Um die Rekultivierung der Kreismülldeponie gab es in der Vergangenheit einigen Ärger. So sollte dazu eigentlich Bäume auf den Deponiekörper gepflanzt werden, wofür eine vier Meter dicke Erdschicht aufgetragen hätte werden müssen. Die war in diesem Umfang laut Wallmann jedoch nicht besorgt werden können, weshalb es jetzt noch gut 1,5 Meter werden.

Weil das für die Wurzeln der Bäume aber nicht ausreicht, soll nun Magerrasen kommen. Der wiederum ist ökologisch nicht so wertvoll wie der Wald, weshalb es einen zusätzlichen Ausgleich geben muss: das jetzt entstehende Feuchtbiotop bei Niederhone.

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