Markt im Dorf der Krippen am 23. Dezember

Weihnachtsmarkt in Wellingerode am Samstag

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Gerade noch rechtzeitig: Einen Tag vor Heiligabend findet in Wellingerode der Weihnachtsmarkt statt. Vor vier Jahren ließ es sich sogar der Weihnachtsmann nicht nehmen und schaute vorbei. 

Wellingerode. Die Geschenke sind eingepackt, das Essen gekauft und die Weihnachtslieder bereits herausgekramt: Wenn am Samstag die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest so gut wie abgeschlossen sind, laden die Wellingeröder noch einmal zu ein paar besinnlichen Stunden ein.

Ab den Mittagsstunden findet dort der Weihnachtsmarkt statt – wie immer am letzten Samstag vor Weihnachten und in diesem Jahr schon zum 20. Mal. „Klar sind wir auch gefragt worden, ob uns das Datum bewusst ist“, sagt Holger Kuntke in Anspielung darauf, dass zwischen diesem und dem Heiligen Abend in diesem Jahr nur ein Tag liegt. „Aber deshalb wird es ja nicht minder schön.“

Bereits seit 18 Jahren gehört er dem Organisationsteam an, das sich um das jährliche Fest in dem Meißner-Ortsteil kümmert, und hat seitdem eine gewisse Gelassenheit entwickelt. „Am Anfang gab es logischerweise viel mehr Vorbereitungen als jetzt, weil es mittlerweile so viele helfende Hände gibt.“ Zum Beispiel die von Thomas von Grumbkow: Auch er ist schon seit Jahren mitverantwortlich für das Fest, hat Wellingerode zudem über die Gemeindegrenzen hinweg bekannt gemacht. Weil er nur wenig von greller Weihnachtsbeleuchtung hält, hat er jedem Hausbesitzer, der einverstanden war, eine Holzkrippe gebaut, die nun alljährlich herausgestellt werden und so die Hauptstraße des Dorfes säumen.

Das Prachtstück steht dabei vor dem Dorfgemeinschaftshaus, wo der Markt auch stattfindet: „Am Freitag werden die Klappen zugemacht und am Samstag auf“, sagt Kuntke, „damit ist der Markt ab 13 Uhr dann auch eröffnet.“

Geboten wird neben den Klassikern wie Bratwurst und Glühwein auch allerhand Selbstgemachtes: Ein Korbflechter aus Göttingen bietet seine Ware ebenso an wie eine Gruppe Damen aus dem Ort, die selbstgebrannten Schnaps offeriert. Und auch Leckereien wie Honig sowie Forelle, Aal und Makrele frisch aus dem Rauch sind zu haben. Und an der reich gedeckten Kaffeetafel im DGH gibt es selbst gebackene Torten und Kuchen. „Und zum ersten Mal wird es auch eine Pilzpfanne geben“, sagt Christina Ebert, die ebenfalls mit zum Organisationsteam gehört und die selbst mit einer Bude vertreten ist. Worauf sie besonders gespannt ist: auf die Anbieter mit Schmuck. Einmal gibt es diesen in Magnetform, natürlich aber auch für den Weihnachtsbaum.

Was Ebert und Kuntke nach wie vor gleichermaßen freut: dass der Markt sehr familiär geprägt ist. „Deshalb laden wir Sie ein, am Samstag von 13 bis 19.30 Uhr rund ums DGH unsere Gäste zu sein.“ Denn der Markt, so garantieren beide, werde wieder wunderbar.

• Wer nicht weiß, wie er wieder nach Hause kommen soll, kann auf den Weihnachtsmarkt-Bus zurückgreifen: Der bringt die Besucher kostenlos ab 19.30 Uhr zurück in die Gemeinden Berkatal und Meißner.

Erlös für den guten Zweck

Wie in jedem Jahr soll der Erlös des Weihnachtsmarktes auch in diesem Jahr wieder gespendet werden. Drei Einrichtungen sollen davon profitieren: Schon zur Tradition ist es geworden, den größten Teil an das Elternhaus für das krebskranke Kind in Göttingen zu spenden. Den zweithöchsten Betrag kommt dem Kindergarten in Weidenhausen und der drittgrößte der Grundschule in Abterode zugute. „Dort freut man sich immer über eine Zuwendung, damit ein Ausflug finanziert oder ein Satz Bücher gekauft werden kann“, ist sich Holger Kuntke vom Organisationsteam des Weihnachtsmarktes sicher. 

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