200 Bäume und Tausende Sträucher zum Schutz des Klimas gepflanzt

Pflanzaktion Bäume Sträucher Hoher Meißner
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Viele Helfer, darunter zahlreiche Kinder, pflanzten Bäume, so wie der 13-jährige Merlin (links) und der neunjährige Tian. Dabei waren auch Lothar Freund (Siebter von rechts) und Forstamtsleiter Matthias Dumm.

100 freiwillige Helfer folgen der Einladung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und pflanzen auf dem Hohen Meißner 200 Bäume zum Schutz gegen den Klimawandel.

Hoher Meißner – Holunder, Heckenrose, Ahorn und Eberesche: Mehr als 2000 Jungpflanzen haben am Samstag 100 freiwillige Helfer auf dem Meißnerplateau, zwischen dem Frau-Holle-Loipenparkplatz und der Landesstraße 3241, gepflanzt.

Erwachsene und Kinder, Förster, Forstwirte und das Jugendwaldheimteam trafen sich am Samstagmorgen mit Spaten und Arbeitshandschuhen ausgestattet, um die durch Stürme und Borkenkäfer in den vergangenen Jahren entstandene Freifläche neu aufzuforsten. Zur Pflanzaktion eingeladen hatten die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), das Forstamt Hessisch Lichtenau und das Jugendwaldheim Meißner. 3300 Sträucher und Bäume sollen einen stabilen Waldrand schaffen, damit künftige Stürme dem Bewuchs nichts mehr anhaben können.

Feldahorn, Spitzahorn, Eberesche und Hainbuche

Am Rand des Parkplatzes und zur Straße setzten die Freiwilligen zuerst 1200 junge Sträucher. Es folgte ein breiter Streifen kleinerer Bäume: Feldahorn, Spitzahorn, Eberesche und Hainbuche. Als Letztes werden in den kommenden Wochen Schülergruppen dahinter einen neuen Fichtenbestand pflanzen. „Der Aufbau von Sträuchern und Jungbäumen ist ökologisch wertvoll, bietet vielen Tieren Rückzugsmöglichkeiten und Lebensraum und liefert Stabilität für den dahinter liegenden Fichtenwald“, erklärt Lothar Freund, Revierförster und Jugendwaldheimleiter.

Klimawandel in den Mittelpunkt rücken

„Die Betroffenheit der Menschen über den Zustand unserer Wälder ist groß“, so Freund weiter. Viele hätten angefragt, wie sie helfen könnten. Daraufhin wurde die öffentliche Pflanzaktion gestartet. „Das ist eine sehr gute Möglichkeit, die Menschen aktiv mit einzubeziehen, den Wald zu ihrem Wald werden zu lassen“, erklärte Freund. Dies würde auch dazu beitragen, das Thema Klimawandel weiter in den Mittelpunkt zu rücken.

Ähnliche Pflanzaktionen hat es auch in den vergangenen Jahren gegeben. Gerade für Kinder und Familien sind sie eine besondere Gelegenheit, denn sie können über Jahre hinweg verfolgen, wie der Wald, an dessen Entstehung sie selbst teilhatten, wächst.

Auch in der Mittagspause wurde an die Umwelt gedacht: Plastikmüll gab es nicht, jeder hatte sich für die Suppe selbst Teller und Löffel mitgebracht, Getränke gab es in Mehrwegflaschen. nde

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