Brandschützer in Vockerode leisten viel Eigenarbeit – Bau voraussichtlich Mitte nächsten Jahres fertig

Neues Eigenheim der Feuerwehr wächst

Neues und Altes vereint: Ein Teil des alten Hauses steht noch, ein anderer wurde abgerissen und neu gebaut. 48 Feuerwehrfrauen und -männer fassen regelmäßig mit an. Foto:  Kaiser

Vockerode. Da das alte Feuerwehrhaus nicht mehr den vorgeschriebenen Standards entsprach, musste eine Lösung her - die gibt es in Form eines Neubaus. Jetzt wurde Richtfest gefeiert.

1984 war der alte Bau aus den Fünfzigerjahren um eine Garage für das Fahrzeug erweitert worden. Bei den aktuellen Umbaumaßnahmen wurde dieser Teil des Gebäudes erhalten, der alte zweigeschossige Bau wich einem Neubau mit einer größeren Fläche auf einem Geschoss. Rund 135 Quadratmeter groß ist der neue Anbau. Auch eine eigene Werkstatt hat das neue Feuerwehrhaus jetzt.

Die Gesamtkosten des Umbaus betragen laut Kostenschätzung 304 000 Euro, davon leistet die Gemeinde Meißner einen Anteil von 118 400 Euro, vom Land Hessen fließen 83 000 Euro, der Werra-Meißner-Kreis trägt einen Anteil von 30 400 Euro bei. Besonders stolz können die Feuerwehrleute jedoch auf ihren großen Eigenanteil sein, in Eigenleistung sorgen sie für Arbeitsstunden in einem Volumen von rund 72 000 Euro. „Tagsüber arbeiten die älteren Mitglieder, gegen Abend kommen dann die Berufstätigen dazu“, erzählt Wehrführer Uwe Reckelkamm. „Es ist schön, auf eine so starke Truppe zurückgreifen zu können“, lobt er alle. In Eigenleistung wurden das alte Dach abgedeckt und der Dachstuhl abgebaut, das Gebäude anschließend entkernt. Nach Abriss des alten Baus setzten die Feuerwehrkameraden das Fundament, führten Kanal- und Mauerarbeiten durch. In den vergangenen drei Wochen war die Arbeit am Bau intensiviert worden, jeden Tag wurde gearbeitet. Durchschnittlich halfen täglich acht bis zehn Leute. Schließlich sollte am Samstag Richtfest gefeiert werden.

Am späten Nachmittag hat Architekt Bertold Rehbein den Rohbau eingeweiht. „Das Dorf soll jahrein, jahraus glücklich sein mit diesem Haus“, wünschte er allen. Auch Bürgermeister Friedhelm Junghans war stolz auf die fleißigen Feuerwehrfrauen und -männer. Er war sich sicher, dass der Neubau von der personell stark aufgestellten Truppe auch in Zukunft gut genutzt werde.

Mit dem Richtfest ist ein Teil getan, der Rohbau steht. Als Nächstes geht es dann ans Dachdecken und die Innenarbeiten. Bis spätestens Mitte nächsten Jahres soll das neue Feuerwehrhaus komplett fertiggestellt sein. (sek)

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