Adventskalender

Offene Kirchen laden zum Verweilen ein - mit besonderer Advents-Überraschung

Laden in den begehbaren Adventskalender ein: die Konfirmanden Lena Sippel und Sebastian Hupfeld.
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Laden in den begehbaren Adventskalender ein: die Konfirmanden Lena Sippel und Sebastian Hupfeld.

Etwas ganz Besonderes haben sich Konfirmanden aus den Gemeinden Meißner und Berkatal für die Kirchen im Ort überlegt. Sie gestalteten Türchen für weihnachtliche Atmosphäre

Meißner/Berkatal – Zur Ruhe kommen, die Adventszeit genießen und Kraft in einer schwierigen Zeit schöpfen: Gerade das wollen die Kirchen in Germerode, Alberode, Wolfterode, Frankershausen, Frankenhain und Hitzerode in der Zeit vor Weihnachten bieten und nun im verschärften Lockdown erst recht.

Deshalb bleiben die Gotteshäuser offen. Darauf hatten sich die Gemeinden für die Adventssonntage verständigt, berichtet Pfarrerin Elisa Schneider vom evangelischen Pfarramt Germerode.

Etwas Besonderes zu sehen gibt es außerdem. Denn dank der von Elisa Schneider betreuten 31 Konfirmanden und Vorkonfirmanden gibt es in den Kirchen der sechs Ortschaften einen begehbaren Adventskalender zu bestaunen. „Es sind einzelne Blätter, die die Konfirmanden und Konfirmandinnen gestaltet haben“, so die Pfarrerin. Sie hängen seit dem ersten Advent, also dem 29. November in den Kirchen. Jeden Adventssonntag werden neue Bilder dazugehangen, und so wächst der Kalender Woche um Woche.

„Er bietet in den Kirchen während der Adventszeit eine schöne Möglichkeit zum Verweilen und dich inspirieren lassen“, sagt Elisa Schneider. Insbesondere jetzt wo die Menschen nicht zusammenkommen könnten, wolle man mit den geöffneten Kirchen ein Zeichen setzen und einen Raum anbieten, in den jeder eintreten könne. „Jetzt, wo so vieles zu hat, kann man in die Kirche gehen und die adventliche Stimmung aufnehmen.“

Die Kalender sollen dazu beitragen und auch noch bis zum Ende der christlichen Adventszeit, am 6. Januar, hängen bleiben. Die Vorbereitungen hatten bereits gut eineinhalb Wochen vor dem ersten Advent begonnen, erzählen die beiden Germeröder Konfirmanden Lena Sippel und Sebastian Hupfeld (beide 13), die im kommenden Jahr konfirmiert werden. „Wir haben immer einen Spruch oder den Text von einem Lied aufgeschrieben und die Seite mit dem gestaltet, was uns dazu einfällt.“

Für das Aufhängen seien zum Teil die Konfirmanden zuständig, zum Teil werden sie aber auch in den Kirchengemeinden unterstützt. Insbesondere dort, wo es nur wenige Konfirmanden gibt, wie in Wolfterode oder gar keine, wie in Frankershausen. Auch über die Weihnachtsfeiertage seien die Kirchen offen, so die Pfarrerin. In Germerode habe man sich zudem entschlossen, die Türen während der ganzen Adventszeit täglich zu öffnen.  (mai)

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