Sehnsucht nach der Ferne

Oldtimer-Lkw-Fahrer treffen sich zu Dieselgesprächen in Frankershausen

Stolze Besitzer: Lothar Kühnemuth (vierter von links) und Martin Hinz (sechster von rechts) freuen sich, die alten Kollegen und ihre Oldtimer wieder vereint zu haben. Hermann Huxohl (achter von rechts) präsentiert im Hintergrund seinen MB L5000.
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Stolze Besitzer: Lothar Kühnemuth (vierter von links) und Martin Hinz (sechster von rechts) freuen sich, die alten Kollegen und ihre Oldtimer wieder vereint zu haben. Hermann Huxohl (achter von rechts) präsentiert im Hintergrund seinen MB L5000.

25 Männer und Frauen mit ihren historischen Fahrzeugen trafen sich in Frankershausen zu den inzwischen traditionellen Dieselgesprächen.

Frankershausen – „Jeder hier hat seine eigene Geschichte, die ihn mit den Fahrzeugen verbindet“, schwärmt Lothar Kühnemuth, Co-Organisator des Treffens.

„Das sind Erinnerungen, die gehen nicht weg“, ergänzt Martin Hinz, welcher die Ausfahrt initiiert hat. Vergangenes Wochenende trafen sich 25 Teilnehmer mit zehn historischen Nutzfahrzeugen in Kassel, um bei einer Ausfahrt über Kleinalmerode, Laudenbach und Helsa sowie einer Mittagspause in Frankershausen in Erinnerungen zu schwelgen.

Dabei hat diese Ausfahrt Tradition: In den 1990er-Jahren hat die Firma Paul Hinz Umzüge aus Kassel die Fahrten regelmäßig organisiert; 2009 hat Martin Hinz die Zügel übernommen und versucht seitdem, die alten Bekannten alle paar Jahre zusammenzubringen. Besonders freut er sich, dass die zehn Fahrzeuge in derselben Fahrer-Fahrzeug-Kombination angetreten sind wie vor 30 Jahren.

Ein Fieber, das nicht aufhört

„Das ist wie ein Fieber, das mit der Zeit nicht aufhört“, erklärt Tycho Luther, dem besonders der Hanomag AL-28 seit seiner Lehre in einer Möbelspedition am Herzen liegt. Hermann Huxohl fährt einen Mercedes Benz L5000 unter dem alten Motto „Mit dem Gang, mit dem ich hochfahre, fahre ich auch wieder runter“: Die fast schon antike Einkreis-Bremsanlage weckt bei vielen ehemaligen Berufsfahrern gute Erinnerungen.

Wichtig sei allen Beteiligten, dass die junge Generation weitermache und die gepflegten Oldtimer nicht in irgendwelches Depots untergehen. Daher freut sich Kühnemuth, der einen Faible für alte Autos und Traktoren hegt, besonders, dass die ehemaligen Kollegen wieder zusammenkommen und auch Nachwuchs dabeihaben; das wecke Erinnerungen an die großen Treffen von früher. „Der Fokus bei der Auswahl der Strecke lag auf besonders vielen Kurven“, blickt Kühnemuth mit einem Schmunzeln auf einen ersehnten Tag zurück. (Lorenz Schöggl)

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