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Ortsdurchfahrt in Abterode soll saniert werden

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Von: Julia Stüber

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Steinweg in Abterode: Die gesamte Ortsdurchfahrt soll saniert werden. Die Straße ist in keinem guten Zustand, das Verkehrsaufkommen ist hoch.
Steinweg in Abterode: Die gesamte Ortsdurchfahrt soll saniert werden. Die Straße ist in keinem guten Zustand, das Verkehrsaufkommen ist hoch. © Julia Stüber

Auf der Ortsdurchfahrt in Abterode gibt es gleich mehrere Probleme: Die Straße wurde bereits 1976 gebaut und ist in keinem guten Zustand.

Abterode – Es herrscht viel Verkehr, etwa 1700 Fahrzeuge pro Tag nutzen die Fahrbahn. Hinzu kommen die Autos, die auf den Parkplätzen am Straßenrand stehen – denn entlang der Hauptstraße befinden sich unter anderem Metzgereien, eine Arztpraxis und eine Apotheke. Kurzum: Auf dem Steinweg in Abterode ist einiges los.

Nun soll die gesamte Ortsdurchfahrt auf einer Länge von 1,1 Kilometern saniert werden. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsmaßnahme mit Hessen Mobil, eine Förderung ist möglich. Mehrere Millionen Euro wird die Sanierung wohl kosten.

Aktuell befinden sich Gemeinde und Straßenverkehrsbehörde in Gesprächen – denn wie genau das Vorhaben umgesetzt werden soll, ist noch unklar. So stehen verschiedene Varianten zur Diskussion. Besonders im Fokus sind dabei auch Radwege.

Die Gemeinde Meißner bevorzugt gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro folgende Variante: Von Vockerode kommend, könnte bis zum Backsteinhaus am Steinweg ein kombinierter Rad- und Gehweg entstehen. Danach wird dieser aufgeteilt: Der Gehweg läuft weiter an der Hauptstraße entlang. Der Radweg wird ausgelagert – er könnte in die Kupfergasse abknicken und dann über die Wichtelstraße in Richtung Kirchenruine führen. Auf der Hauptstraße sollen dann Parkbuchten entstehen.

„Wir sind nun im Gespräch mit Hessen Mobil. Denn die Behörde bevorzugt einen kombinierten Geh- und Radweg über die gesamte Länge der Ortsdurchfahrt“, sagt Bürgermeister Friedhelm Junghans. Das sieht die Gemeinde aber kritisch. Denn so würde sich die Fahrbahnbreite von etwa aktuell 7,50 Meter auf etwa sechs Meter verringern. Das könne aufgrund des Verkehrsaufkommens zu eng werden.

Auch die vier Bushaltestellen entlang der Hauptstraße sind Teil des Sanierungskonzeptes. Sie sollen barrierefrei werden. Die bisherigen Buchten fallen weg, stattdessen hält der Bus direkt auf der Straße – ganz im Sinne des barrierefreien Zugangs. Der Verkehr muss dann hinter dem Bus warten.

Nun laufen die Gespräche, welche Variante für die Sanierung möglich und förderungsfähig ist, also weiter. Mit dem Bau soll im Jahr 2024 begonnen werden, der Förderantrag muss bei Hessen Mobil bis Mai 2023 eingereicht werden. „Hinsichtlich Bauzeit und Kosten wird es eine Herkulesaufgabe werden“, meint Bürgermeister Junghans.

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