Pilotprojekt für nachwachsende Rohstoffe im Kreis

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Weidenhausen. Mit 3200 Bäumen lässt der Kreis auf der Mülldeponie Weidenhausen die Möglichkeiten von nachwachsenden Rohstoffen wissenschaftlich untersuchen. Die je 1600 Pappeln und Weiden sollen nach dreijährigem Wachstum Ende 2014 geerntet und verfeuert werden.

"Das Pilotprojekt ist ein Teil unseres Vorhabens, die Energiewende im Kreis mit heimischen Energieträgern umzusetzen", sagt Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann (Grüne). Begleitet wird das Vorhaben von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen. "Pappeln und Weiden wachsen schnell", sagt Iris Schmiedel, die das Projekt als wissenschaftliche Mitarbeiterin betreut. Zwar gebe es einige derartiger Plantagen, der Versuch in Weidenhausen und drei Standorten in Niedersachsen solle jedoch zeigen, ob ehemalige Deponieflächen für den Anbau nachwachsender Rohstoffe geeignet sind.

Weil das Ganze ein Versuch ist, könne man noch nicht sagen, wie viel Energie die Bäume hergeben. "Auf anderen Plantagen werden acht bis zehn Tonnen Holz pro Hektar erreicht", sagt Schmiedel.

Nach Ende der drei Jahre, der sogenannten Umtriebsperiode, werden die Bäume zehn bis 15 Zentimeter über dem Boden abgeschnitten und zu Holzhackschnitzeln verarbeitet, die dann verfeuert werden. Aus den Stümpfen wachsen dann neue Triebe. (D.S.)

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