Germerode: Riesenloch verhindert Zufahrt zu Häusern

Germerode. Ein mehrere Meter breites und tiefes Loch in einer Anliegerstraße in Germerode verhindert derzeit, dass die Anwohner zu ihren Häusern fahren können. Der Krater ist laut Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans durch einen Erdfall entstanden.

Der soll vor einigen tausend bis zehntausend Jahren entstanden sein und einen Radius von mindestens 3,5 Metern haben. In bislang regelmäßigen Abständen von zwei Jahren sei die darüber liegende Straße abgesackt, „zum ersten Mal ist das 2000 passiert“. Sechs Jahre später, als es wieder zu einem Erdfall kam, habe sich dann das hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie der Sache angenommen. Mittels einer Bohrung wurde die Tiefe festgestellt und der Gemeinde geraten, eine Betonplatte einzulegen. „Das haben wir dann auch gemacht, die war nur leider zu klein, wie wir später feststellen mussten“, sagt Junghans. Immer wieder sei es an derselben Stelle zu Einbrüchen gekommen, aufgrund von fehlendem Geld war eine aufwendige Lösung nicht möglich.

Das soll sich jetzt ändern. Mittels einer geophysikalischen Untersuchung, bei der Schallwellen zum Einsatz kommen, sollen Hohlräume aufgedeckt und deren Tiefe ermittelt werden. „Erst danach können wir sagen, wie die Sanierungsarbeiten aussehen müssten.“ Geld dafür sei laut Junghans zwar nach wie vor nicht da, möglicherweise könne man das aber über Förderprogramme bekommen.

Ein fachliches Vorgehen wünschen sich auch Horst Muschiol und Lothar Kistner. Die beiden Rentner wohnen in der Straße, in der das Loch klafft. Sie erhoffen sich eine langfristige Lösung für das riesige Loch – und eine kurzfristige, um schon jetzt wieder zu ihren Häusern zu kommen. „Es ist ja nicht nur so, dass wir keine Zufahrt zu unseren Häusern haben, auch Krankenwagen kommen im Notfall nicht zu unseren Anwesen durch.“

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