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Die Steuern bleiben in Berkatal gleich: Gemeinde bringt Haushalt ein

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Von: Jessica Sippel

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Frankershausen ist Sitz der Gemeindeverwaltung Berkatals. Die Gemeinde bekommt Unterstützung bei der Erstellung fehlender Jahresabschlüsse durch ein Ingenieurbüro. Archiv
Frankershausen ist Sitz der Gemeindeverwaltung Berkatals. Die Gemeinde bekommt Unterstützung bei der Erstellung fehlender Jahresabschlüsse durch ein Ingenieurbüro. Archiv © Hanna Maiterth

Bei der Gemeindevertretersitzung in Berkatal wurde der Haushaltsentwurf für 2022 eingebracht, Bürgermeister Friedel Lenze gab zudem einen Überblick über den aktuellen Stand zu den Jahresabschlüssen.

Berkatal – Mit rund 370 000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen muss die Gemeinde Berkatal im Haushalt 2022 rechnen. Das teilte Bürgermeister Friedel Lenze bei der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend mit. Den Haushaltsentwurf haben die Gemeindevertreter einstimmig in den Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss übergeben. Die Steuern, die je bei 400 Prozentpunkten liegen, bleiben gleich.

Haushalt

Der Ergebnishaushalt schließt im Entwurf mit einem Überschuss von rund 85 000 Euro ab, im Finanzhaushalt schließt das Jahr 2022 mit einem Zahlungsmittelbedarf von rund 307 000 Euro ab. Dies kann über die Reserven Berkatals, die zum Jahresbeginn etwa 850 000 Euro betrugen, ausgeglichen und große Teile der geplanten Investitionen vorfinanzieren.

Die geringeren Schlüsselzuweisungen kann Berkatal durch die Auflösung der eigens gebildeten Rückstellungen für die Zahlungen der Kreis- und Schulumlage mit 256 900 Euro für die Kreisumlage und 125 600 Euro für die Schulumlage kompensieren. Somit entsteht zwar ein positives Ergebnis, aber ein Zahlungsmittelfehlbedarf von fast 200 000 Euro.

Jahresabschlüsse

Auf Antrag der ÜWG-Fraktion bezog das Ingenieurbüro Schüllermann, das mit dem Erstellen der seit 2008 fehlenden Jahreabschlüsse betraut ist, schriftlich Stellung zum aktuellen Stand. Bei der Erstellung nutzt das Büro eine Spezial-Software und hat direkten Zugriff auf die Buchhaltungsdaten von Berkatal. Insgesamt stehen 14 Jahresabschlüsse (2008 bis 2021) aus. Immer wieder verzögerte sich die Arbeit unvorhergesehen, da keine Anlagebuchhaltung eingerichtet ist und daher relevante Daten für den Abschluss fehlen. Dadurch hat sich der Zeitplan mittlerweile verschoben.

Es hänge aktuell an den Daten eines externen Dienstleisters – vor einigen Jahren hatte Berkatal das Ingenieurbüro gewechselt. Diese fehlenden Daten habe das Büro Schüllermann bei dem vorherigen Unternehmen angefragt, Kontakt besteht. „Bisher angeforderte Unterlagen wurden seitens der Gemeindeverwaltung stets geliefert“, wird in dem Schreiben betont.

Der Jahresabschluss 2008 liege in groben Zügen intern vor. Relevante Bewegungsdaten aus der Finanzbuchhaltung für die Jahre 2008 bis einschließlich 2017 sind bereits vorab aufbereitet worden, müssen aber noch in die zu erstellende Anlagenbuchhaltung aufgenommen werden. Soweit es möglich ist, arbeitet das Büro parallel an den Abschlüssen. Der Folgeabschluss setzt aber immer einen fertig erstellten Vorjahresabschluss voraus, daher geht oft nur ein Schritt nach dem anderen.

In diesem Jahr sollen die Abschlüsse für 2008 und 2009 erstellt werden. Ab 2023 plant Büro Schüllermann in größeren Schritten mit vier Abschlüssen pro Jahr. Damit würde der Jahresabschluss 2021 im Jahr 2025 erstellt werden. Ab 2027 soll es dann in geregelten Schritten gehen. So die „vorsichtige Schätzung“.

Von Jessica Sippel

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