Aus Äpfeln wird Saft und Wein

Streuobstinitiative Werra-Meißner nimmt ab sofort wieder Obst an

Uwe Köhler, Hans Liese, Thorsten Rapp und Helmut Fink (von links) freuen sich, dass die Streuobstinitiative Werra-Meißner wieder neu aufgestellt ist. Ab sofort sammeln die Mitglieder wieder Äpfel und Birnen, aus denen Saft und Schaumwein produziert wird.
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Uwe Köhler, Hans Liese, Thorsten Rapp und Helmut Fink (von links) freuen sich, dass die Streuobstinitiative Werra-Meißner wieder neu aufgestellt ist. Ab sofort sammeln die Mitglieder wieder Äpfel und Birnen, aus denen Saft und Schaumwein produziert wird.

Nachdem die Mitglieder der Streuobstinitiative Werra-Meißner im vergangenen Jahr wegen der großen Trockenheit keine Äpfel ernten konnten, gibt es in diesem Jahr wieder Obst an den Bäumen.

Germerode - „Richtig gut waren die Bedingungen in diesem Jahr auch nicht durch den späten Frost zu den Eisheiligen. Aber wir haben trotzdem einiges an Äpfeln an den Bäumen“, so Thorsten Rapp von der Streuobstinitiative. Mit der „Safteria“ wurde eine neue Kelterei gefunden, die in Gudensberg-Dorla liegt und überwiegend Bio Obst verarbeitet.

„Unsere Mitglieder können ab sofort wieder Äpfel und Birnen bei uns abgeben, sie bekommen dafür dann entweder Geld oder Saft“, fügt Rapp an. Auch die Annahmestelle ist neu, ab sofort wird das Obst jeden Montag im Oktober von 17 bis 19 Uhr auf dem Gelände des Fuhrunternehmens Zindel in Germerode, Gewerbering 3, angenommen.

Obst von anerkannten Flächen

„Wir nehmen nur Obst von Mitgliedern an, Mitglied kann allerdings bei uns jeder werden, der seine Fläche anerkennen lässt“, erklärt Uwe Köhler. Die eigene Fläche muss durch eine EU-Kontrollstelle zertifiziert werden, es darf nicht gespritzt oder gedüngt werden. „Mitglied können auch Privatbesitzer werden, es ist egal, wie viele Obstbäume man hat, viele Mitglieder haben nur fünf“, so Hans Liese.

Aus Bio-Äpfeln wird Saft oder Schaumwein

Aus den Bio Äpfeln wird dann Apfelsaft und Apfel-Schaumwein hergestellt. Aktuell können nur Mitglieder die Produkte kaufen oder gegen Obst tauschen. „Wir suchen gerade nach einer neuen Verkaufsmöglichkeit im Kreis, wir müssen neue Geschäftsbeziehungen knüpfen und hoffen, dass man unsere Produkte im kommenden Jahr wieder bei uns im Laden kaufen kann“, so Rapp. Auch getrocknete Apfelchips aus Pflückobst werden mit den Gemeinnützigen Werkstätten Eschwege hergestellt. Ziel der Streuobstinitiative ist der Erhalt von alten Obstbäumen im Werra-Meißner-Kreis, durch die Erhöhung der Attraktivität der Vermarktung. „Wir können auch eine Lesemaschine durch den BUND ausleihen, mit der man die Äpfel einfacher sammeln kann“, so Helmut Fink. Auch Fachberatungen der Mitglieder sind möglich, es werden außerdem Kurse zum Baumschnitt und der Veredelung durchgeführt. 67 Mitglieder gibt es im gesamten Werra-Meißner-Kreis.  Von Sonja Berg

Wer Mitglied in der Streuobstinitiative Werra-Meißner werden möchte, kann sich bei Thorsten Rapp, Tel. 0151/ 67 78 96 60 oder per E-Mail unter rapp61@gmx.de melden.

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