Pfarrerin für Meditation und geistiges Leben Susanne Böhringer 

Pfarrerin Susanne Böhriger Kloster Germerode
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Neu in Germerode: Susanne Böhringer, die ab 1. März die Stelle als neue Pfarrerin für Meditation und geistliches Leben übernimmt. 

Susanne Böhriger ist die Pfarrerin für Meditation und geistiges Leben im Kloster Germerode.

Germerode. Am ersten März wird Susanne Böhringer um 14 Uhr als Pfarrerin für Meditation und geistliches Leben in der Kirche des Klosters Germerode eingeführt. Die 57-Jährige aus Bochum folgt damit auf Dr. Manfred Gerland in diese außergewöhnliche Pfarrstelle. Vor fast 900 Jahren stifteten die Grafen von Bilstein das Kloster Germerode, damals zogen Chorherren und Chorfrauen des Ordens der Prämonstratenser in die spätromanischen Mauern ein.

Der langen Tradition des Ortes verpflichtet

Heute befindet sich im Kloster eine Tagungsstätte der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, in der Kurse für Meditation oder innere Einkehr sowie geistlich begleitete Pilgerwanderungen angeboten werden. Susanne Böhringer fühlt sich der langen Tradition des Ortes verpflichtet. „Diese jahrhundertelang durchbeteten Räume langfristig mit Leben zu füllen, ist mir wichtig“, sagt sie. Als Pfarrerin hat sie in der Westfälischen Landeskirche bereits verschiedenste Aufgaben wahrgenommen, Gemeindearbeit, Studierenden- und Krankenhausseelsorge oder Hospizarbeit. Zugleich liegt ihr die Ökumene am Herzen.

Bogen vom ursprünglichem Glauben zur Spiritualität des Christentums

Susanne Böhringer interessiert sich sehr für die altorientalische, orthodoxe und armenische Kirche und war lange Bundesvorsitzende der deutsch-armenischen Gesellschaft. In dieser Funktion hat sie ihr theologisches mit ihrem kulturellen Interesse verbunden. Somit scheint sie prädestiniert für eine Stelle, in der es auch darum geht, den Bogen vom evangelischen Glauben zur ursprünglichen Spiritualität des Christentums zu schlagen. In Germerode möchte sie Menschen den Freiraum anbieten, lebendig in Kontakt mit Gott zu treten. Deshalb führt sie das Programm des Tagungshauses in Germerode für 2020 fort und hat neben ihrem Partner Christian Fabritz ihre Wanderstiefel mit nach Nordhessen gebracht, um hier die Teilnehmer auf Pilgerwegen zu begleiten. Als Ort hat es ihr Germerode angetan, nicht nur der von der Geschichte durchdrungenen Klostermauern wegen.

„Germerode habe ich bisher als einen Ort mit viel Zusammenhalt unter den Einwohnern erlebt“, sagt sie. „Ein gutes Miteinander ist ein kostbares Gut. Man sieht hier: Es ist Wahnsinn, was die Leute in einem kleinen Ort alles wuppen können, wenn sie sich alle tatkräftig in die gleiche Richtung bewegen.“

Klostergäste auf Zeit aufnehmen

Da die Communität Koinonia aus dem Neubau auf dem Klostergelände ausgezogen ist, möchte Böhringer die Räume nutzen und hier ab der zweiten Jahreshälfte für Einzelgäste Kloster auf Zeit anbieten. „Ich freue mich, hier sein zu können und freue mich auf die Arbeit mit den Menschen, mit denen ich gemeinsam unterwegs sein möchte“, sagt sie. Durch die Erfahrung von Entschleunigung, Stille, Frieden und Kraft sollen die Menschen, die nach Germerode kommen, gestärkt wieder in ihren Alltag zurückkehren.

Weitere Infos auch auf: kloster-germerode.de

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