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Geo-Naturpark Frau-Holle-Land eröffnet Tourist-Information in Germerode

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Von: Harald Triller

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Die Hausherren und Gratulanten zur Eröffnung des Touristenbüros vom Geo-Naturpark Frau-Holle Land (von links): Friedhelm Junghans, Dr. Reiner Wallmann, Ortsvorsteher Wolfgang Stricker, Oliver Mengel, Dr. Sabine Budde, Marco Lenarduzzi, Martina Oehl und Torsten Göbel.
Die Hausherren und Gratulanten zur Eröffnung des Touristenbüros vom Geo-Naturpark Frau-Holle Land (von links): Friedhelm Junghans, Dr. Reiner Wallmann, Ortsvorsteher Wolfgang Stricker, Oliver Mengel, Dr. Sabine Budde, Marco Lenarduzzi, Martina Oehl und Torsten Göbel. © harald triller

Der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land eröffnet seine Tourist-Information in Germerode - genau rechtzeitig vor dem Beginn der Mohnblüte

Germerode – Genau rechtzeitig vor dem Beginn der Mohnblüte ist dem Geo-Naturpark Frau-Holle-Land mit der Eröffnung der Tourist-Information auf dem Klostergelände in Germerode eine Punktlandung gelungen. „Der Schritt aus der Kreisstadt nach Germerode wirkt zunächst überraschend, doch das Touristenbüro ist quasi der Zentrale gefolgt“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Zweckverbandes Geo-Naturpark. Dr. Rainer Wallmann zur Eröffnung.

Die Touristinformation in Germerode bündelt ab sofort alle Angebote des Naturparks für die Besucher vor Ort. Geschäftsführer Marco Lenarduzzi nutzte das Forum, um die gesamten 113.942  Hektar zu vernetzen: „Tourismus funktioniert nur bei bester Darstellung, umfassende Infos sind wichtig für unser Gebiet in seiner Gänze, das Karussell muss miteinander gedreht werden, Kommunen als Einzelkämpfer müssen einen ungleich schwereren Weg beschreiten“, sagte Lenarduzzi, der in Richtung der gemeinsamen Ziele interessante Beispiele anführte: Wanfried könne mit einer Therme werben, auch wenn der Gast 30 Kilometer bis nach BSA fahren muss. Meißner hat die Kirschblüte und schickt die Urlauber bis nach Witzenhausen. Und die Witzenhäuser werben mit der Mohnblüte in Meißner. Und alle auf die 113.942 Hektar verteilten Kommunen können auf 25 Premium-Wanderwege verweisen. Wallmann betonte die Wichtigkeit, die das neue Büro mitbringt, denn die Angebotspalette der regionalen Produkte werden im Frau-Holle-Land von einer untrennbaren Kette umschlossen.

Dr. Sabine Budde erklärte die neuen Räumlichkeiten neben dem historischen Kloster. „Der lichtdurchflutete Raum mit großen Fensterfronten und einem stimmungsvollen Waldpanorama an der Wand lädt zur persönlichen Beratung rund um die Natur sowie die vielfältigen Freizeitangebote im Geo-Naturpark ein.“ Die schmucke Gestaltung mit den Holzelementen soll viel Wärme ausstrahlen. Tischlermeister Oliver Mengel habe die Mitarbeier mit seinem großen Hintergrundwissen über die Angebote des Geo-Naturparks auf den richtigen Kurs geführt. „Vor allem hat er mit 3D-Visualisierungen Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich der Inneneinrichtung aufgezeigt, die uns den Entscheidungsprozess erheblich erleichtert haben“, sagt Budde. Da schon im Januar 2022 alle Aufträge an die Handwerksbetriebe, die allesamt aus der näheren Umgebung kamen, vergeben wurden, erreichten die Bauarbeiten pünktlich das Ziel, bis zur Mohnblüte fertig zu werden“, sagt Lenarduzzi. Bürgermeister Friedhelm Junghans wünschte den neuen Räumlichkeit eine hohe Frequenz. „Wir müssen dem Geo-Naturpark dankbar sein, denn unsere Gemeinde verfügt nicht über ein Touristenbüro, sondern wir profitieren auch vom Standort in der Klosteranlage.“ Da sei es nur richtig, dass sich die Gemeinde Meißner mit einbringen – unter anderem bei der Ausschilderung. Martina Oehl, Vorsitzende der Verbandsversammlung, sah schon beim ersten Blick ihre erwartungsfrohe Neugier gestillt, deshalb hat sie nur wenige Worte eines beklannten Zitates strapaziert: „Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser, als eine Tante, die Klavier spielt.“

Neben den 20 000 Euro, die der Geo-Naturpark für die Touristeneinrichtung stemmte, steuerte das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz 40 000 Euro bei und nennt die Naturparke in Hessen liebevoll „die Motoren der Regionalentwicklung in Hessen“.

Von Harald Triller

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