Kulturveranstaltung

Zaubertricks und flotte Sprüche auf der Bühne im Öx

Auf der Bühne in der Kenipe Öx.
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Fesselspiele: Der Zauberer und Comedian Marco Brüser (Mitte) gab den beiden Besucherinnen Gabi und Christina den Auftrag, ihn zu fesseln. Mit einer Schnur banden die beiden Damen seine Hände an seine Oberschenkel.

Das Hängnichrum startete am Wochenende in die Veranstaltungssaison: Auf der Bühne in der Kneipe Öx war Comedian und Zauberer Marco Brüser zu sehen.

Frankershausen – Es dauerte nicht lange, da hatte Marco Brüser die Gäste im Saal der Kneipe Öx auf seiner Seite. „Jetzt klatschen und jubeln Sie doch mal so, als wäre ich Mitglied der Backstreet Boys“, rief Entertainer Marco Brüser in die Runde und ergänzte frech: „Wobei, bei Ihrer Generation waren das wohl eher die Flippers.“

Brüser begrüßte die rund 40 Zuschauer mit einem „Herzlich willkommen in der neuen Realität, immerhin ist es heute Abend ausverkauft“. Der ausgebildete Pilot, Zauberer und Comedian konnte aber auch über sich selber lachen. „Das ist eine Berufskombination, mit der man aktuell kein Geld verdient“, sagte er über sich selber.

Ich hab das jetzt schon fünf Monate nicht mehr gemacht, ich muss selbst sehen, ob das noch klappt.

Marco Brüser, Comedian und Zauberer

In sein Programm „Aus heiterem Himmel“ bezog der Comedian seine Gäste von Anfang an mit ein. So mussten die Besucherinnen Gabi und Christina den Zauberer auf der Bühne fesseln, mit einer Schnur banden die beiden Damen seine Hände an seine Oberschenkel und verknoteten ihn gut. Wie er sich daraus befreien konnte, blieb den beiden Frauen sowie den Zuschauern ein Rätsel.

Noch wunderlicher wurde es allerdings im Anschluss. Von einem Gast ließ sich Brüser einen Zehn-Euro-Schein geben, aus dem er die Seriennummer herausriss und dem Gast zurückgab. Anschließend durchbohrte er den Schein mit einem Bleistift und zerriss ihn, bevor er in Flammen aufging.

„Ich hab das jetzt schon fünf Monate nicht mehr gemacht, ich muss selbst sehen, ob das noch klappt“, sagte er und überreichte die verbrannten Reste des Scheins. Dann widmete er sich dem nächsten Zaubertrick. Als er eine Socke fand und feststellte, dass er selbst nur eine Socke trug, zog Brüser seinen Schuh aus und fand – zur Freude der Gäste – den Zehn-Euro-Schein mit der herausgetrennten Seriennummer zwischen seinen Zehen.

Einen Ehering und ein Handy ließ der Zauberer auch verschwinden. Beide tauchten in einer original verschweißten Dose Chips auf.

Hinter den Kulissen: Das sind die Vorbereitung der Kulturinitiative

„Wir haben Marco Brüser auf der Internationalen Kulturbörse in Freiburg gesehen und kennengelernt und wollten ihn unbedingt nach Frankershausen holen“, erklärte Christian Vock, Mitglied der Kulturinitiative Hängnichrum.

In den vergangenen Wochen entwickelte die Kulturinitiative ein Hygienekonzept für den Saal der Kneipe Öx, um aktuell Veranstaltungen durchführen zu können. Es herrscht ein Einbahnstraßen-System, sodass sich die Menschen nicht an engen Stellen begegnen können. Zudem gibt es Bedienung mit Getränken und Speisen am Platz.

„Wir können aktuell rund 40 Gäste unterbringen, unter normalen Bedingungen sind es 160 Gäste“, so Christian Vock weiter. „Wir wollen einfach, dass die Künstler, aber auch wir im Gespräch bleiben und unseren Gästen etwas bieten, wir veranstalten das zum Glück ehrenamtlich.“ (Von Sonja Berg)

Nächste Veranstaltung:

In der Saison von Oktober bis Mai 2021 sollen acht Veranstaltungen stattfinden. Als Nächstes steht Katrin Geelvink auf der Bühne: am Samstag, den 14. November. Sie spielt ein Campanula, ein Cello mit 16 verstärkten Resonanzsaiten. Humor und die Tücken des Lebens wird sie musikalisch präsentieren.

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