Gastgeber Björn Sippel sorgte für eine originelle Erntedankfestdekoration

Auf dem Altar ein Kreuz aus Eis

Getreidehalm im Eiskreuz, hergestellt von Björn Sippel, Gastgeber des Kreiserntedankfestes. Foto: privat

Germerode. Der ökumenische Gottesdienst beim Kreis-erntedankfest am Sonntag auf dem Hof Sippel in Germerode wurde von gleich drei Geistlichen gestaltet. Als Hausherrin fungierte Pfarrerin Dorlies Schulze aus Germerode, die katholische Seite vertrat Diakon Stefan Schäfer aus Wanfried und die Predigt hielt Dekan Dr. Martin Arnold.

Er ging auf das Bibelwort ein, wonach nichts verwerflich sei, so man sich dafür dankbar zeigt. Das Leben sei geschenkt, ebenso wie die Früchte der Natur, auch wenn man dafür hart arbeiten müsse. Der Dekan rief dazu auf, das Leben nicht als „Produkt“ zu begreifen, sondern als Geschenk. Dr. Arnold freute sich sichtlich, vor einer so großen Besucherzahl bei strahlendem Sonnenschein mitwirken zu dürfen bei dem Erntedankgottesdienst. Gerade hat er eine schwere Krankheit überstanden und für die weitere Genesung wünschte ihm Horst Kupski alles Gute, begleitet vom Applaus der einigen hundert Gottesdienstbesucher.

Zu dem Gottesdienst hatten die evangelische und katholische Kirche, die Landfrauen, die Landsenioren, der Kreisbauernverband und das Forum ländlicher Raum eingeladen. Horst Kupski, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, bedankte sich bei der Familie Sippel, die als Landwirte und Gastronomen die idealen Gastgeber mit optimalem Hof - Freilauft und überdacht - seien. Björn Sippel, auch als Eisschnitzkünstler bekannt, hatte eine ganz besondere Altardekoration hergestellt. Im Wasser gefrorene Blumen und Ähren zu einem Kreuz mit Sockel geschnitzt wurden von den Besuchern staunend bewundert.

Aus der Politik waren die Abgeordneten Lothar Quanz, Dieter Franz und Dirk Landau sowie Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann, Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer und Bürgermeister Friedhelm Junghans von Meißner anwesend.

Das erste Erntedankfest dieser Art fand 2004 auf Gut Friedrichsruh statt. Jedes folgende Jahr ist es gelungen, im Wechsel Eschwege/Witzenhausen einen geeigneten Hof zu finden. Das zehnte Fest ist wieder in der Region Witzenhausen geplant. (hm)

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