Kirchengemeinde hat über 25.000 Euro für Sanierung gesammelt

Altes Eisen für die Klosterkirche

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Pfarrer Jan-Peter Schulze aus Germerode und seine Helfer verladen 7,5 Tonnen Schrott für ihre Kirche. Der Erlös aus dem alten Eisen betrug 1300 Euro.

germerode. Es ist geschafft. Innerhalb weniger Monate ist es der Kirchengemeinde Germerode gelungen, mehr als 25 000 Euro für die dringend notwendige Sanierung ihrer 800 Jahre alten Klosterkirche zu sammeln.

Damit steht nun der Finanzierung mit weiteren 25 000 Euro durch den Kirchenkreis Eschwege und 60 000 Euro von der Landeskirche nichts mehr im Wege. Die nur 800 Mitglieder zählende Gemeinde hatte seit dem Frühsommer in einer ganzen Reihe, zum Teil spektakulärer, Aktionen Spendengelder eingeworben, um bis zum Stichtag 30. November ihren finanziellen Eigenanteil für das mit 110 000 Euro veranschlagte Bauprojekt aufzubringen.

Die letzte Aktion war eine Schrottsammlung, an der sich dann, auch für die Initiatoren überraschend, Leute umliegender Gemeinden beteiligt hatten. Das eigentlich nur einwöchig geplante Projekt zog sich nun über knapp zwei Monate.

7,5 Tonnen Schrott sind am Dienstag in einen Container verladen und zur Abfuhr bereitgestellt worden. „Mit dem Erlös der Schrottsammlung, zirka 1300 Euro, dürften wir jetzt die magische Marke von 25.000 Euro überschritten haben“, sagte Gemeindepfarrer Jan-Peter Schulze.

Nun, da die Finanzierung de facto steht, soll bereits zu Beginn des neues Jahres mit der Sanierung der romanischen Kirche begonnen werden. Die gesamte Elektrik der Kirche, die noch aus den 1950er Jahren stammt, sowie der Fußboden im Hauptschiff sollen komplett erneuert werden. In einem weiteren Bauabschnitt soll die Säulenhalle der Kirche renoviert werden.

Um den erforderlichen Eigenanteil für den Bau aufbringen zu können, hatte sich unter anderem der Pfarrer gegen in über 100 Sparschweinen gesammeltes Münzgeld aufwiegen lassen, was einen Erlös von 3500 Euro brachte, 500 Euro spendete der Pfarrer aus eigener Tasche. Über Spendenbriefe waren 12.000 Euro zusammengekommen, mehrere tausend Euro kamen aus den Reihen des Freundeskreises der Klosterkirche. Weitere Aktionen waren der Verkauf von Sonnenblumen und eines Fotokalenders.

Von Stefanie Salzmann

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