Bergwildpark Meißner bekommt auch Hochlandrinder und Wollschweine – Defizit bleibt bestehen

Bald hüpfen hier auch Kängurus

Im Licht der Sonne: Das Wild kann im Bergwildpark frei herumlaufen. Vor dem Gelände befindet sich ein großer Kinderspielplatz und ein Waldwichtelhaus, in dem auch ein Museum beherbergt ist. Fotos: Kiele

Germerode. Das Laub raschelt, die Sonnenstrahlen dringen bis auf den Boden: Wild in weiß und braun huscht über den blätterbedeckten Boden. Ohne Absperrungen kann es sich in dem Bergwildpark Meißner frei bewegen.

„Unser Kapital ist das freilaufende Wild“, erzählt Harald Zindel, Fördervereinsvorsitzender des Bergwildparks. 1970 wurde der Park gegründet. Die Wasserbeschaffung und Einzäunung waren die ersten Aufgaben, die für den Park bewerkstelligt werden mussten. Mittlerweile sind auf dem 40 Hektar großem Parkgelände neben dem Wild, Ziegen, Nandus, Waschbären, Wildschweine und auch Gänse und Enten zu Hause. Und es sollen noch mehr Mitbewohner dazukommen: Schottische Hochlandrinder aus dem Meißner-Vorland werden bald auf die untere Wiese in der Nähe der ehemaligen Falknerei einziehen.

Zu den Wildschweinen ins benachbarte neu gebaute Schweinehaus werden sich Ende März Wollschweine gesellen. Neuigkeiten gibt es auch bei den Wildschweinen: In den vergangenen Tagen sind dort sechs Frischlinge auf die Welt gekommen.

Eine ganz andere Tierart wird demnächst durch den Wildpark hüpfen: Bennett-Kängurus werden im Laufe des Jahres dort ein neues Zuhause finden. „Die sind wie Rotwild einfach zu halten“, erklärt Tierpfleger Wilfried Eberhardt.

Trotz des großem Engagements des Fördervereins waren die Besucherzahlen im vergangenen Jahr rückläufig. Die Vertrag mit der Falknerei musste aufgelöst werden. „Uns fehlen 20 000 Euro“, sagt Zindel. Bisher hat der Verein noch keine Fördermittel beantragt, da erst noch zusammengetragen werden muss, was wofür benötigt wird. Ein paar Termine für die kommende Saison stehen aber schon fest. Ein Falkner, der auch bei den Störtebecker Festspielen auf Rügen auftritt, wird am 26. und 27. April im Bergwildpark Flugvorführungen präsentieren. Am Freitag, 25. April wird er in einer Eschweger Schule im Biologieunterricht von seinen Erfahrungen berichten. Auch die Feuerwehrskapelle Eltmannshausen wird im Mai wieder im Park auftreten.

Harald Zindel und Wilfried Eberhardt wünschen sich, dass die Gemeinde Meißner zu hundert Prozent hinter dem Bergwildpark stehe. Der Park solle weiterhin in öffentlicher Hand bleiben. Alle 14 Tage treffen sich Mitglieder des Fördervereins jeweils sonntags zu Arbeitseinsätzen. Die nächsten beiden Treffen finden am 16. und 30. März statt. Jeder, der helfen möchte, den Park instand zu halten, ist zu diesen Terminen herzlich eingeladen, sagt Zindel. Auch über Spenden freuen sich die Tiere und der Förderverein. (kie)

• Öffnungszeiten: derzeit bis Ende März samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr, ab April von 10 bis 18 Uhr, Montag ist Ruhetag.

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