Gut besuchter Vortrag in der Meißner-Apotheke in Abterode über die heimtückische Krankheit

Demenz ist unheilbar - und kann jeden treffen

Dr. Josef P. Hesse aus Kassel referierte über Demenz. Fotos: privat

Abterode. Demenz kann jeden treffen. Dies erfuhren die mehr als 90 Zuhörer beim Vortrag von Josef P. Hesse, Arzt aus Kassel, den die Meißner-Apotheke in Abterode und die Löwen-Apotheke in Eschwege gemeinsam veranstalteten. Hesse berichtete im Bürgerraum in Abterode über die Entstehung und den Verlauf einer Demenz und ihre vorherrschenden Symptome wie nachlassendes Denk- und Erfassungsvermögen, Wortfindungsstörungen, Unruhe, Angst, Orientierungslosigkeit und Aggressivität bis hin zu vollkommener Teilnahmslosigkeit, Bettlägerigkeit und Inkontinenz.

Die Wahrscheinlichkeit an einer Demenz zu erkranken, steigt mit zunehmendem Lebensalter an. Die Krankheit selbst entwickelt sich progressiv und ist mit nichts zu stoppen oder zu heilen. Das Ziel der heutigen Therapien sei das langsamere Voranschreiten, mit viel Glück auch das Aufhalten für eine gewisse Zeit. Hierbei sei man umso erfolgreicher, je früher die Therapie einsetze, so der Mediziner. Auch die Lebensqualität sei bei früh begonnener Therapie wesentlich höher. Hesse: „Hier sind vor allem Angehörige gefordert, Symptome zu erkennen und den Besuch beim Arzt oder der Demenzberatung zu fördern.“ In der Therapie würden verschiedene Arzneistoffe mit unterschiedlichen Wirkprinzipien verwendet. Auch pflanzliche Ginkgopräparate sind für die Demenztherapie zugelassen. Eine Therapie erfolgt nur dann dauerhaft, wenn die Krankheit erkennbar aufgehalten werden kann.

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