335.000 Euro für Mehrgenerationenhaus in Weidenhausen

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Freuen sich auf den Umbau: Projektbetreuerin Martina Frese (von links), Landrat Stefan Reuß, Bürgermeister Friedhelm Junghans, Ortsvorsteher Uwe Sommermann und Arbeitskreisvorsitzender Gerd Rehbein.

Weidenhausen. Für den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses Weidenhausen zum Mehrgenerationenhaus übergab Landrat Stefan Reuß am Donnerstag einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 334 683 Euro an Bürgermeister Friedhelm Junghans (SPD).

Es ist das größte Projekt der Dorferneuerung.

„Das DGH Weidenhausen soll grundlegend neu ausgerichtet und als ein gesamtkommunales Familienzentrum beziehungsweise Mehrgenerationenhaus etabliert werden“, sagte Bürgermeister Friedhelm Junghans (SPD). „Mir ist bewusst, dass der Umbau eine Herkulesaufgabe in Schutzschirmzeiten ist.“ Dennoch sei dieses Projekt notwendig, wichtig und werde Weidenhausen stärken.

Das bestätigte auch Landrat Stefan Reuß: „Nachdem auch noch die letzte Gaststätte in Weidenhausen zugemacht hat, ist das Mehrgenerationenhaus als Treffpunkt umso wichtiger.“

589 000 Euro werden insgesamt in die Umwandlung des Dorfgemeinschaftshauses zu einem Mehrgenerationenhaus investiert. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 218 000 Euro. „Ich hoffe, dass die Kosten für den Umbau im geplanten Rahmen bleiben“, so Junghans. Durch Eigenleistung könne vielleicht der ein oder andere Euro gespart werden.

Im Mai sollen die Aufträge für den Umbau vergeben werden, damit im Juni begonnen werden kann. Das Haus soll unter anderem eine robustere, strapazierfähigere Ausstattung bekommen, Wärmeschutz, Heizung und Lüftung sollen verbessert, die Sanitäranlagen saniert und die Raumaufteilung verändert werden. „Die Arbeiten werden sich dann voraussichtlich bis in das nächste Jahr ziehen“, so Junghans.

Arbeiten bis nächstes Jahr

Ein Punkt ist noch nicht geklärt: Ob mit dem Mehrgenerationenhaus auch die Jugendlichen einen Treffpunkt bekommen, spaltet die Meinungen. „Anwohner befürchten, dass Jugendliche das neu sanierte Haus beschädigen werden“, sagte Arbeitskreisvorsitzender Gerd Rehbein. „Wir sind aber der Meinung, dass die jungen Leute genauso in das Mehrgenerationenhaus gehören, wie alle anderen.“ Jugend sei das Potential für die Zukunft, das dürfe man nicht vergessen, so Rehbein.

Hintergrund

Das Dorfgemeinschaftshaus in Weidenhausen grenzt direkt an den einzigen Kindergarten der Gemeinde Meißner. Wenn die Umbauarbeiten abgeschlossen sind, soll das Haus von allen Generationen genutzt werden können: Sportverein, Kirche, Chor, Familienbildungsstätte und Feuerwehr sollen unterkommen. Das Angebot eines gemeinsamen Mittagessens für Alt und Jung soll ausgeweitet werden.  (tzi)

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