Mit Schnee satt bot der König der hessischen Berge am Wochenende Wintersportlern alle Möglichkeiten

Der König trägt seine Krone

Die Piste am Großen Skilift ist selbst für erfahrene Skifahrer durch ihren welligen Untergrund anspruchsvoll.

Hoher Meißner. Ob Langlauf, Rodeln, Ski- und Snowboardfahren oder einfach nur Wandern, am Wochenende war im Winterwunderland des Meißners bei einer Schneedecke von 40 Zentimetern für jeden etwas dabei.

Auch wenn es nun wieder tauen soll, am vergangenen Wochenende bot der Winter noch einmal all seine Pracht auf und lockte zahlreiche Menschen in den Naturpark. „Das ist das erste Wochenende in diesem Winter, wo man uneingeschränkt alle Wintersportmöglichkeiten nutzen kann“, berichtet Ralf Hohmann. Hohmann ist Betriebsleiter beim Skiliftbetrieb. Und auch das Wetter spielt dieses Mal mit.

War am vergangenen Wochenende bei Nebel und einer Sicht von rund 150 Metern der Meißner nur etwas für eingefleischte Winterfreunde, lugte gestern sogar die Sonne hervor, nachdem es am Samstag noch einmal tüchtig auf die vorhandene Schneedecke geschneit hatte.

„Das Problem ist, dass sich die Kante auf der großen Piste schnell abfährt. Aber es ist genügend Schnee da, so dass wir die Strecke vormittags noch einmal mit dem Pistenbulli frisch gewalzt haben“, erklärt Hohmann. Und somit war am Sonntag alles bereit für den Ansturm der Winterfreunde.

Auch Joachim Miemiec, der vergangene Woche in der Skischule der Naturfreunde das erste Mal auf den Brettern gestanden hatte, war dieses Wochenende wieder da. Übung macht schließlich den Meister. „Das muss für heute genügen, sagt einer der Skifahrer am Sonntagnachmittag, der aus dem Eichsfeld für einen kurzen Skitag auf den Meißner gekommen war. Er sei auch schon das Schwalbenthal heruntergefahren und dann mit dem Bus wieder hoch.

Andere nutzten dagegen bis weit in die Dunkelheit die Möglichkeit, am Kleinen Lift den mit Flutlicht erleuchteten Hang hinunterzuwedeln. Um kurz vor 20 Uhr tauchten die Scheinwerfer den verschneiten Wald immer noch in gleißendes Licht. Ab und an flitzten Skifahrer wie unscheinbare Schatten durch die verzauberte Atmosphäre, um anschließend wieder im Dunkel der Piste zu verschwinden.

Viele nutzten das Wochenende aber auch zur entspannten Wanderung durch die strahlend weiße Landschaft. „Wir haben bei uns nicht einmal halb soviel Schnee, erzählt Martin Dal. Familie Dal aus Morschen kommt gerade von einer Rundwanderung durch den klaren Wintertag. Selbstverständlich wird zum Mittag auch noch zünftig eingekehrt.

Um die Mittagszeit kehrt vor allem auf den Pisten am Meißnerhaus Ruhe ein. Vor dem Haus aber stapeln sich Skier, Schlitten und Snowboards. In der Gaststube dagegen tummeln sich die Wintersportler, und die Küche hat alle Hände voll zu tun. Wer sich nicht mit einem Punsch oder Glühwein an Dirks Hütte zufrieden geben wollte, oder wem das Würstchen am Großen Lift zum sattwerden nicht reichte, der fand im Meißnerhaus garantiert etwas.

So sportlich ging es auf dem Hohen Meißner zu

Fazit: Der Meißner hat an diesem Wochenende wieder eindrucksvoll seinen Stellenwert als Haupt-Naherholungs- und Wintersportgebiet unter Beweis gestellt. Und auch Familien mit Kleinkindern waren dabei auf dem König bestens aufgehoben.

Von Wolfram Skupio

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