Amerikanerin Valerie Burnett lebt für ein Jahr als Austauschschülerin im Landkreis

Tokio, Paris, Weidenhausen

Fühlt sich wohl in Weidenhausen: Valerie Burnett (Zweite von rechts) hat sich gut bei ihrer Gastfamilie eingelebt. Uwe (von links), Lena und Marie Sommermann unternehmen viel zusammen. Fotos: Ziemann

Weidenhausen. Barcelona, Hongkong, Tokio, Paris, Berlin – die 18-jährige Amerikanerin Valerie Burnett ist schon viel herumgekommen. Jetzt kennt sie sich auch im Werra-Meißner Kreis aus, denn seit einem halben Jahr wohnt die Amerikanerin als Austauschschülerin bei Familie Sommermann in Weidenhausen und geht in die zwölfte Klasse des Oberstufengymnasiums Eschwege.

„Mir gefallen Weidenhausen und Eschwege sehr gut“, erzählt Valerie. „Hier gibt es viel Platz zum Laufen und einige tolle Orte, die man besuchen und anschauen kann.“ Denn in Valeries Heimat Madison im Bundesstaat Wisconsin ist das etwas anders: „Bei uns ist alles dicht bebaut und es gibt keine Felder oder Wald“, so die 18-Jährige. Den vielen Platz in ihrer momentanen Heimat Weidenhausen nutzt sie deshalb besonders gern zum Joggen – und das bei jedem Wetter.

In dem halben Jahr in Deutschland hat Valerie sich schon gut bei ihren Gasteltern Uwe und Silke Sommermann und ihren beiden Gastschwestern Lena (15) und Marie (17) eingelebt. „Wir haben uns am Anfang Sorgen gemacht, ob wir einer Austauschschülerin genug Programm bieten und sie ein Jahr bei Laune halten können“, sagt Uwe Sommermann. „Aber Valerie ist sehr selbstständig, überhaupt nicht fordernd und unternimmt auch viel alleine. Das Zusammenleben klappte von Anfang an gut.“ Da Valerie auch schon vor ihrer Zeit in Weidenhausen etwas Deutsch konnte, waren auch die Sprachbarrieren nicht zu groß. „Aber jetzt spreche ich viel besser Deutsch als vorher“, sagt die 18-Jährige.

Zusammenleben klappt gut

Auch im Alltag findet sie sich in ihrer Umgebung in Deutschland mittlerweile gut zurecht: Sie unternimmt Fahrten mit dem Cantus, trifft sich mit Freunden aus der Schule in der Disco, besucht den Gottesdienst in der Weidenhausener Kirche und geht einmal die Woche zum Zumba-Tanzkurs im Ort. „In Amerika habe ich nicht so viel Freizeit“, erzählt Valerie. „Dort hat man länger Schule und am Wochenende arbeite ich im Kino.“

Valerie ist mit der Schule fertig und möchte im Sommer, nachdem ihr Austauschjahr in Deutschland vorbei ist, Medizin und Biologie studieren. „Ich möchte Ärztin werden“, sagt sie. Und das am besten in ihrer Heimatstadt Madison. „Ich könnte mir aber vorstellen, für eine Zeit in Dresden zu arbeiten, denn das ist meine Lieblingsstadt.“ (tzi)

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