Neue Tiere und Attraktionen an den Wochenenden sollen mehr Besucher anlocken

Wildpark: Neues Konzept

Halten den Park in Schuss: Uwe Reubert (vorne, von links), Wilfried Eberhardt, Harald Zindel, Werner Sippel, Bernhard Scheffler (hinten, von links) und Heinrich Gräf vom Förderverein verbringen viele Stunden mit freiwilliger Arbeit im Wildpark Meißner. Foto: Ziemann

Germerode. Bennet-Kängurus ab Juni, schottische Hochlandrinder in Kürze und verschiedene Attraktionen an den Wochenenden – im Bergwildpark Meißner soll es 2014 hoch hergehen. Ziel des neuen Konzeptes ist, den Wildpark in diesem Jahr kostendeckend zu betreiben.

„Außerdem müssen wir enger mit dem Naturpark zusammenarbeiten und die öffentliche Trägerschaft breiter aufstellen,“ sagt Friedhelm Junghans (SPD), Bürgermeister von Meißner. Dazu müsse zum Beispiel der Kreis mit ins Boot. „Im Moment laufen Gespräche“, so Junghans.

Dass der Wildpark soviel Unterstützung wie möglich benötigt, macht auch Harald Zindel, Vorsitzender des Fördervereins Bergwildpark Meißner, deutlich: „Die Gemeinde muss sich klar zum Wildpark bekennen und auf den Kreis zugehen, um Hilfe zu bekommen“, sagt er.

Die Unterhaltung des Parks kostet im Jahr etwa 240 000 Euro. Ein großer Posten davon war bis vor kurzem die Falknerei, die etwa 75 000 Euro im Jahr verschlang. Deshalb wurde diese geschlossen. „Um eine Falknerei betreiben zu können, müsste der Park im Jahr mindestens 60 000 Besucher haben“, erklärt Zindel. „In letzter Zeit kamen aber jährlich nur etwa 36 000 Personen.“

Um die Besucherzahl zu erhöhen, versucht der Förderverein mit verschiedenen Attraktionen zu locken. Der erste Höhepunkt in diesem Jahr war der Gastauftritt eines Falkners mit Vogelschau und Flugvorführungen am vergangenen Wochenende. „Der Auftritt hat eine Menge Geld gekostet“, sagt Zindel. Die Leute waren zwar begeistert, wir hätten aber mit viel mehr Besuchern gerechnet.“

Die Hoffnung des Fördervereins ist, dass die neuen Tiere, die bald im Park einziehen, viele Besucher anlocken. Außerdem legen die Freiwilligen im Moment ein Feld an, auf dem Kartoffeln, Kürbisse und Möhren angebaut werden sollen. „Damit möchten wir den Schulen und Kindergärten ein Angebot machen, zum Beispiel Kartoffeln zu ernten und den Biologieunterricht hautnah in der Natur zu erleben“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins.

Der Förderverein sucht immer neue Mitglieder und Helfer. Der nächste Arbeitseinsatz ist am 11. Mai geplant.

Von Theresa Ziemann

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