Hoffest der Traditionsgaststätte und Landmetzgerei „Der Teichhof“ in Grandenborn

Ahle Wurscht und Kaiserwetter

Beim Rundgang durch die Landmetzgerei „Teichhof“ führten Tochter Antonia, Edgar und Regina Linhose (v. li.) die Gäste persönlich durch die Produktionsstätten und Wurstkammern. Foto: Triller

Grandeborn. „Im Teichhof war ich schon mehrmals, aber noch nie in den Wurstkammern. Das ist ja beeindruckend, welche Mengen an ahler roter Wurst hier lagern und reifen.“

Joachim Lindemann aus Sontra war einer von sehr vielen Gästen, die zum traditionellen Hoffest den Weg in den Teichhof nach Grandenborn gefunden haben. Er kommt beim Rundgang, den in diesem Fall die Besitzer Regina und Edgar Linhose mit Tochter Antonia persönlich führen, aus dem Staunen nicht heraus.

Nach den Produktionsstätten, wo die Hausmacher-Wurstwaren nach überlieferten Rezepten hergestellt werden, ging es hinauf in die Kammern. Dort reifen, wie Edgar Linhose erklärte, rund 2500 rote Würste: „Viele unter unserer guten Pflege sogar bis zu zwölf Monaten“, so der Gastwirt und Fleischermeister, der, wie auch die gesamte Familie, an allen Ecken und Enden zu finden war. Er unterstützte selbst im Verkaufsraum, wo die Wurst im übertragenen Sinne wie warme Wecke über die Theke ging, seine Mitarbeiterinnen.

Derweil hat im Zelt vor der Gaststätte der Turnermusikzug Röhrda unter der Leitung von Horst Busch die Gäste mit zünftiger Blasmusik unterhalten. Das zuverlässige Servicepersonal bediente die vielen Besucher, darunter, sehr zur Freude von Edgar Linhose, auch Berufskollegen aus der Gastronomie und der Fleischerbranche, im Restaurant, im Biergarten oder im Zelt. „Das haben wir im Gegensatz zu den letzten Jahren, als das Wetter eher bescheiden war, diesmal als Sonnenschutz gebraucht“, sagte Antonia Linhose. Gerade am ersten Tag des Hoffestes haben viele Einheimische dank des Kaiserwetters bis in die Nacht hinein am Bierpilz ausgeharrt.

Der kleine Markt mit mehreren Ständen und interessanten Angeboten, aufgebaut zwischen Teichhof und der Ringgauer Landkäserei, wurde ebenfalls gut angenommen. „Viele junge Mütter aus Grandenborn haben die Kinder betreut, deren Mamas und Papas bei uns gefeiert haben“, sprach Regina Linhose „von einer ganz tollen Geste.“ Auch nach dem Hoffest waren die Metzgergesellen schon wieder im Einsatz. Nun aber artfremd, weil nicht im Schlachthaus, sondern beim Zeltabbau.

Werner Mest hat mit seinem Vorstandsteam vom Wanderverein Premiumweg 13, in Verbindung mit dem Naturpark Meißner, Touren zu Fuß oder mit dem Planwagen zur Boyneburg mit anschließender Verlosung von wertvollen Preisen ins Hoffest am Teich integriert. Er möchte dieses Angebot im nächsten Jahr noch ausweiten. (ht)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare