100 Euro im Jahr könnten auf Halter zukommen

Auch Weißenborn denkt an Pferdesteuer

Weißenborn. Auch die kleinste Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis denkt über die Einführung einer Pferdesteuer nach.

4000 Euro im Jahr sind mit eingerechnet in die Planungen zur Haushaltskonsolidierung im Zuge des Schutzschirmantrages. Dafür müssten die Halter der etwa 40 Pferde in Weißenborn jährlich 100 Euro bezahlen. „Wir rechnen hier auch mit etwas Gegenwind, allerdings nicht so stark wie in Bad Sooden-Allendorf derzeit“, sagt Bürgermeister Thomas Mäurer. In Weißenborn gebe es keine Reitställe und Therapiehöfe, sondern lediglich private Pferdehalter, für die das Reiten ein Hobby ist. Mit so einer heftigen Demonstration wie in der Badestadt habe Mäurer nicht gerechnet. Deshalb wolle er nun auch erst einmal abwarten, wie andere Kommunen reagieren. „Wenn allerdings noch eine Gemeinde die Pferdesteuer einführt, dann machen wir das auf jeden Fall“, sagt Mäurer. Ansonsten müsse man die bereits eingeplanten Einnahmen über andere Steuern kompensieren. „Davon wären dann wiederum alle Bürger betroffen“, sagt Mäurer. Die Mehrbelastung durch den Schutzschirm solle aber gerecht auf alle Bürger verteilt sein. Mäurer sieht zur Pferdesteuer derzeit keine Alternativen: „Als ich über eine Steuererhöhung nachgedacht habe, ist mir sofort die Pferdesteuer eingefallen - auch schon vor dem Schutzschirm."

Von Diana Rissmann

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