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Gemeinde Weißenborn befürchtet weiterhin Beeinträchtigungen durch Windpark Graburg

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Von: Emily Spanel

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Die Bevölkerung der Gemeinde Weißenborn wird von Schattenschlag und Schall der geplanten Windkraftanlagen des Windparks Graburg betroffen sein. „Ohne rechtliche Möglichkeiten zur Einwirkung auf die Planung werden wir zu den Leidtragenden“, heißt es vonseiten der Gemeinde. Symbo
Die Bevölkerung der Gemeinde Weißenborn wird von Schattenschlag und Schall der geplanten Windkraftanlagen des Windparks Graburg betroffen sein. „Ohne rechtliche Möglichkeiten zur Einwirkung auf die Planung werden wir zu den Leidtragenden“, heißt es vonseiten der Gemeinde. Symbo © Jan Woitas/dpa

Weißenborn: Die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich des geplanten Windparks sind längst nicht ausgeräumt.

Weißenborn – Die Kommunalpolitiker der Gemeinde Weißenborn befürchten weiterhin, dass die Ortsteile Weißenborn und Rambach künftig durch Schattenschlag und Schall der geplanten Windkraftanlagen des Windparks Graburg in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Eine Antwort des Windparkbetreibers Ostwind auf einen offenen Brief der Kommunalpolitiker (wir berichteten mehrfach) konnte diese Sorge nicht ausräumen – im Gegenteil.

Für den in dem offenen Brief – unterzeichnet unter anderem vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung Reiner Dietrich und von Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer für den Gemeindevorstand – besonders kritisch hinterfragten Schattenschlag auf Weißenborn in Folge des Windparks Graburg hatte Ostwind-Sprecher Georg Freiherr von Aretin jüngst noch Entwarnung gegeben. Solche Belastungen seien nicht zu erwarten, da der Einwirkungsbereich der geplanten Windenergieanlagen und ihrer entsprechenden Anlagenhöhe nicht an die Wohnbebauung im Gemeindegebiet heranreiche. Grundlage für diese Aussage Ostwinds sei eine Schattenwurfanalyse.

Weißenborn: Sorge wegen Windpark Graburg bleibt

„Wir haben weiterhin Bedenken bezüglich der künftigen Belastung“, erklären Reiner Dietrich und Thomas Mäurer nun. Denn: Aus besagter Schattenwurfanalyse sei herauszulesen, dass „schon“ an der gewählten Messstelle Unter dem Sportplatz 1 Schattenschlag auftreten werde. „Daher befürchten wir aufgrund der Topologie deutlich höhere Werte an anderen Standorten im Ortsteil Weißenborn.“

Bemängelt wird die Auswahl des Standortes zur Schallberechnung, die scheinbar aus Unkenntnis und/oder Nichtberücksichtigung der gegebenen Topologie getroffen wurde. „Diese Messstelle ist nicht geeignet, um stellvertretend auf die tatsächlich zu erwartenden Belastungen für die Bürger herangezogen werden zu können“ sagt Thomas Mäurer. „Sie entspricht somit auch nicht den Vorgaben im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes“, ergänzt Reiner Dietrich. Dieses Gesetz dient explizit dem Schutz der Bevölkerung vor schädlichen Umwelteinwirkungen.

Im Fall des Windparks Graburg sorgt es dafür, dass die befürchteten Belastungen durch Schall und Schatten vermieden werden müssen. Die Gemeinde Weißenborn willigt in die Offerte des Windparkbetreibers Ostwind ein, eine Informationsveranstaltung auf die Beine zu stellen, um die Bevölkerung aus erster Hand zu informieren und die aufgezeigten Widersprüche aufzuklären.

Steht ein Termin für eine solche Veranstaltung fest, wird öffentlich dazu eingeladen.

Von Emily Hartmann

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