Elf Wehren nutzen Angebot, um Einsatzkräfte zu informieren

Brandschützer loben den Alarm per SMS

Werra-Meißner. Seit einigen Monaten werden Feuerwehrleute im Werra-Meißner-Kreis auch per SMS zu Einsätzen gerufen.

Denn elf der 16 Städte und Gemeinden haben laut Kreisbrandinspektor Christian Sasse die SMS-Alarmierung bereits eingeführt. Die Begeisterung für das System, das die normale Alarmierung per Sirene oder Funkmeldeempfänger ergänzt, ist groß. „Das ist eine feine Sache“, sagt etwa Thomas Eisenträger, der Gemeindebrandinspektor von Weißenborn. Die kleinste Gemeinde im Kreis hat das System im April als erste eingeführt. „Wir hatten noch keine Probleme“, berichtet Eisenträger. Wichtigster Vorteil für ihn: In kleinen Wehren wie seiner haben nur Führungskräfte Funkmeldeempfänger, die meisten Aktiven werden nur per Sirene alarmiert.

Wer sie nicht hört, weil er etwa im Nachbarort arbeitet, kann nicht zum Einsatz kommen. Durch die SMS-Alarmierung, die von der Einsatzleitstelle parallel zur Sirene ausgelöst wird, bekommen die Retter alle wichtigen Informationen als Text direkt auf ihr Handy: Einsatzort mit Straße und Hausnummer sowie Art und Ausmaß des Einsatzes. Auch Christoph Schwarz, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, ist davon überzeugt. „Das ist eine sehr preisgünstige Lösung für alle“, sagt er. „Und ein Handy hat heute ohnehin jeder in der Tasche.“

Im Vergleich zum Funkmeldeempfänger, der mehrere hundert Euro kostet, sind die Kosten für das SMS-System gering, die Kommunen können aus verschiedenen Tarifen wählen. Neu-Eichenberg etwa zahle für 50 hinterlegte Nummern nur sechs Euro Grundgebühr pro Monat, so Gemeindebrandinspektor Frank Burhenne. „Die Zusatz-Kosten für die SMS liegen im Cent-Bereich.“ Sirene und Funkmeldeempfänger können die Kommunen aber auch künftig nicht einsparen. „Die Alarmierung muss auch beim Ausfall von Strom- und Handynetz funktionieren, etwa an Silvester“, betont Sasse. „Die SMS ist nur ein Zusatz-Angebot.“

Von Friederike Steensen

Rubriklistenbild: © dpa

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