Planungen laufen

Ringgaus Ü3-Kinder kommen künftig an Grundschule Röhrda unter

Glauben an das Modellprojekt: (von links) Landrat Stefan Reuß, Bürgermeister Klaus Fissmann und Reinhard Sennhenn, Vorsitzender der Gemeindevertretung, vor der Mittelpunktgrundschule in Röhrda. Foto: Spanel

Röhrda. Das deutschlandweit einmalige Modellprojekt in der Gemeinde Ringgau schreitet voran: Künftig werden die über Dreijährigen des Kindergartenstandorts „Kleine Hände“ in Netra in der Mittelpunktgrundschule Röhrda unterkommen (wir berichteten). Nach dem einstimmigen Beschluss der Gemeindevertreter laufen nun die Planungen in Kreis und Gemeinde auf Hochtouren.

Der Beschluss 

Die Gemeinde Ringgau nimmt bei dem Projekt bundesweit eine Vorreiterrolle ein, denn Erfahrungswerte aus anderen Kommunen gibt es keine. Trotzdem haben sich die Gemeindevertreter jüngst geschlossen für das Projekt, für das 975 000 Euro in den Haushalt eingestellt worden sind, ausgesprochen. „Ein ganz starkes Signal“, sagt Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmann. Alternativ, so das Gemeindeoberhaupt, hätte ein Gebäude für mindestens drei Millionen Euro neu gebaut werden müssen – eine wohl nicht zu stemmende Herausforderung für die Schutzschirmgemeinde.

Die Belegung 

Die beiden Kindergärten in Netra und Datterode sind zurzeit ausgelastet, sämtliche Erweiterungsmöglichkeiten ausgeschöpft. „Die Gemeinde Ringgau musste reagieren, um den gesetzlichen Anspruch der Eltern auf Betreuung auch in den kommenden Jahren erfüllen zu können“, sagt Landrat Stefan Reuß. Besagter Rechtsanspruch gelte auch für Asylbewerber; zudem gehe der Trend hin zu wenigstens drei, wenn nicht gar vier Krippengruppen. „Durch den Umzug gewinnen wir Platz und erweitern unseren Handlungsspielraum“, sagt Reinhard Sennhenn, Vorsitzender der Gemeindevertretung.

Der Umzug 

„Im Sommer 2016 soll der Umzug geschafft sein“, sagt Klaus Fissmann. Er wisse, dass der Zeitplan ehrgeizig gesteckt sei – doch es gelte, keine Zeit zu verlieren, um für Schul- und Kindergartenkinder Normalität einkehren zu lassen. Der Kindergarten Netra ist bereits geschlossen, um das Gebäude für die Krippengruppen zu sanieren, die dort künftig ihren Platz finden – das Ende der Arbeiten ist für Mitte Januar vorgesehen.

Die Absprachen 

Kreis und Gemeinde stehen nach wie vor in engem Kontakt: „Im Fokus der Gespräche werden nun die Aufteilung der Investitionskosten sowie der Bewirtschaftung und Unterhaltung des Gebäudes stehen“, sagt Stefan Reuß. Als Bauherr werde der Kreis demnächst in die Ausschreibungsphase für die notwendigen Umbauarbeiten an der Grundschule Röhrda eintreten.

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