Kursteilnehmer erleben Waldbaden und Kräuterkunde

Eins mit der Natur werden: Waldbaden bei Weißenborn

Die Teilnehmer beim Waldbaden bei Weißenborn stehen im Wald.
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Karl-Ulrich Körtel (links) leitete das Waldbaden bei Weißenborn.

Den Duft des Waldes und den lauen Wind zwischen Blättern: das und noch viel mehr konnten die Teilnehmer des Waldbadens wahrnehmen und gleichzeitig ihre Gesundheit fördern.

Weißenborn - Jeweils dreimal fanden das zweistündige Waldbaden unter der Leitung von Karl-Ulrich Körtel und der einstündige Kurs zur Kräuterkunde von Volker Mehl am Samstag im Waldtherapiezentrum nahe Weißenborn statt und stießen dabei bereits bei den ersten Veranstaltungen am Vormittag auf positive Reaktionen.

„Waldbaden heißt Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes und den Wald einfach auf uns wirken lassen“, weiß Körtel und erklärt, dass das Waldbaden keinesfalls eine neue Erfindung ist, bereits Hildegard von Bingen die Heilkraft des Waldes beschrieb und der Begriff dafür in den 1980er-Jahren in Japan entstand.

Dabei halte die Wirkung eines halben Tages im Wald lange an, der Körper stelle angeregt durch die von Pflanzen ausströmenden Botenstoffe eher Abwehrstoffe her, steigere die Anzahl der roten Blutkörperchen und baue das Stresshormon Cortisol ab. „Hinzu kommen die Farben des Waldes“, erklärt Körtel mit Blick auf die beruhigende Wirkung dieser auf den Menschen, dessen Körper noch immer stark auf die Lebensweise in der Natur eingestellt sei.

Dementsprechend stand das Wahrnehmen des Waldes mit allen Sinnen im Fokus, mit einigen Übungen leitete Körtel die Teilnehmer beim Atmen an, sagte aber zu Beginn: „Alle Übungen, die wir hier im Wald machen, sind Angebote.“ Neben dem Schlendern im Wald, dem individuellen Entdecken besonderer Stellen beim Waldbaden, aus dem die Teilnehmer, wie sie am Ende zusammenfassten, entspannt, ruhig und erleichtert herausgingen, konnten Besucher in Kursen zur Kräuterkunde mit Volker Mehl mehr über die Heilkraft bestimmter Pflanzen lernen.

„Man betritt den Wald und kommt sofort an“, weiß auch Mehl, der als Ayurveda-Koch bereits Kochbücher schrieb, und sagt, dass man im Wald direkt in der Apotheke sitze.

Was hinter besonders süßen oder bitteren Produkten der Pflanzen steckt und wie sich diese verwenden lassen, erklärte er und hatte dabei unter anderem Korn und Johannisbeersaft mitgebracht, in denen unterschiedliche Kräuter ihre Wirkung entfaltet hatten und die die Teilnehmer probieren konnten.

Am 26. September und am 17. Oktober um 14 sowie am 31. Oktober, am 15. November und am 12. Dezember um 13.30 Uhr wird im Waldtherapiezentrum erneut Waldbaden stattfinden. Das Weihnachtsspezial findet am 22. Dezember um 15 Uhr statt, wobei es bei allen Terminen eine Mindestbesucherzahl von sechs Personen gibt und das Waldbaden mit Treffpunkt am Waldbadeplatz stattfindet, sofern es nicht stürmt oder gewittert.

Die Anmeldung zu allen Terminen ist über die Gemeinde Weißenborn möglich unter der Rufnummer 0 56 59/30 2. (esr)

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