Ernten mit Pflug, Sense und Co.

Landwirtschaft am Mittwoch im Fokus des Gemeindefestes

Im Einsatz mit historischen Maschinen: Gerhard Dilling wird mit drei Mitstreitern ernten wie zu alten Zeiten. Im Mittelpunkt des Landwirtschafts-Tages in Weißenborn steht die Kartoffel. Foto: Döring/nh

Weißenborn. Die Geschichte der Landwirtschaft steht am heutigen Mittwoch, 2. September, im Fokus der 650-Jahr-Feier der Gemeinde Weißenborn.

Los geht es ab 16 Uhr mit historischen Erntevorführungen der Weißenbörner Gerhard Döring sowie Peter, Frank und Rainer Dilling. Schauplatz ist das Feld gegenüber vom großen Festzelt. „Die Vorbereitungen für diese Aktion laufen bereits seit dem Frühjahr“, sagt Gerhard Döring.

Landwirt Torsten Sänger habe einen Teil seines Feldes zur Verfügung gestellt, damit das Quartett eine Fruchtfolge anpflanzen konnte. „Angebaut wurden neben Kartoffeln auch Gerste, Hafer und Weizen“, erläutert Döring, „in die Zwischenreihen wurde Mais eingesetzt.“ Der wird nun abgeerntet – und zwar nach guter, alter Handwerkstradition mit Grabegabeln, Sensen, Pflügen und historischem Gerät. „Kartoffeln und Getreide wachsen schließlich nicht im Supermarkt – das ist der jüngeren Generation viel zu wenig bewusst“, sagt der gelernte Metzger Döring, der nicht nur seine Pferde, sondern auch die seltene Rinderrasse Rätisches Grauvieh in die Vorführungen mit einbeziehen will.

Köstliches vom Kartoffelfeuer 

Zählen kann das Quartett auf die Hilfe der Mitglieder der Männerwerkstatt: Die Senioren werden sich am Sensen beteiligen und Garben bündeln. Auch freiwillige Helfer sind gern gesehen.

„Wer möchte, kann die geernteten Kartoffeln mit nach Hause nehmen“, sagt Döring. Ansonsten gebe es nach Abschluss der Arbeiten ein geselliges Kartoffelfeuer nahe des Festplatzes. Gereicht werden köstliche Speisen, allesamt hergestellt aus der gelben Knolle.

Fortsetzen soll sich das Thema Landwirtschaft am Sonntag, 6. September: Dann findet in Weißenborn ein Dorfmarkt statt. Das heute geerntete Getreide soll auf dem Hof der Familie Dilling gedroschen werden – natürlich ganz wie zu alten Zeiten.

 

Von Emily Spanel

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