Weg für neues Ärztezentrum in Ringgau ist geebnet

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Im Südzipefel des Werra-Meißner-Kreises soll ein Ärztezentrum entstehen.  

Die Gemeindevertreter Ringgaus haben den Weg für den geplanten Bau des Ärztezentrums Ringgau samt einer Einheit für betreutes Wohnen geebnet.

Die Gemeindevertreter Ringgaus haben den Weg für den geplanten Bau des Ärztezentrums Ringgau samt einer Einheit für betreutes Wohnen (wir berichteten) geebnet. Am Donnerstagabend haben die Kommunalpolitiker im Dorfgemeinschaftshaus von Datterode mit ihren Beschlüssen zur Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben geschaffen.

10.000 Euro muss Gemeinde für Planung beisteuern

Die Beschlüsse fielen einstimmig; lediglich ein Gemeindevertreter enthielt sich seiner Stimme. Obwohl sich die Fraktionen geschlossen angetan von dem Projekt zeigten, das die ärztliche Versorgung im Südzipfel des Werra-Meißner-Kreises sicherstellen soll, verlief der Abend nicht ohne Diskussionen. Knackpunkt: die Kostenplanung. Rund 28 000 Euro würden durch die Planungsgruppe Stadt und Land mit Sitz in Kassel für das Erstellen der Bauleitplanung berechnet, erläuterte Bürgermeister Klaus Fissmann. Geplant sei eine Drittelung der Kosten; die Gemeinde wäre mit 10 000 Euro dabei. Den restlichen Betrag tragen Investoren.

„Mit lediglich 10 000 Euro wird nichts rumkommen“, merkte Ulrich Iffert von der CDU-Fraktion an. Er verwies auf noch zu bauende Parkplätze, Kanäle und weitere infrastrukturelle Notwendigkeiten. „Seitens der Gemeinde sind außer der Beteiligung an den Kosten für die Bauleitplanung noch keine weiteren Zusagen gemacht worden“, erwiderte Klaus Fissmann. Alle Akteure arbeiteten vertrauensvoll zusammen; das weitere Vorgehen müsse im Zusammenschluss in künftigen Gesprächen geklärt werden.

Windkraft an Graburg soll verhindert werden

Vehement auf das Thema des möglichen Baus von Windkraftanlagen an der Graburg pochte Astrid Schabacker von der CDU-Fraktion. „Wir sollten alle Hebel in Bewegung setzen, den Bau – wenn er schon nicht zu verhindern ist – zu begrenzen, und zwar auf unter zehn Anlagen.“ Es sei tatsächlich nach wie vor nicht gesagt, dass überhaupt Windkrafträder gebaut würden, sagte Hans Hartmann (ÜWG) – stimmte Astrid Schabacker aber voll und ganz zu. „Wir wollen keine 30 Anlagen“, bekräftigte Gerd Fey (SPD), schätzte den möglichen Einfluss der Gemeinde aber als gering ein. Das Thema wird in der nächsten Sitzung wieder aufgenommen.

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