"Eltern haben gefeiert, was das zeug hält"

Gerdi und Kurt Opfer aus Netra begehen heute ihre Diamantene Hochzeit

Kennen sich seit ihrer Kinderzeit: Gerdi und Kurt Opfer haben als Nachbarskinder zusammen gespielt und seit 1958 sind die beiden ein Paar.
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Kennen sich seit ihrer Kinderzeit: Gerdi und Kurt Opfer haben als Nachbarskinder zusammen gespielt und seit 1958 sind die beiden ein Paar.

Liebevoll miteinander verbunden, als Eltern von drei Kindern, sechs Enkeln und demnächst sieben Urenkeln feiern Gerdi und Kurt Opfer aus Netra heute ihren 60. Hochzeitstag.

Wegen Corona nicht so, wie sie sich das eigentlich gewünscht hatten, mit einem rauschenden Fest mit der großen Familie und Freunden, aber sie werden sich zumindest zum gemeinsamen Mittagessen im kleinen Kreis treffen.

Heute würde man das Paar eine Sandkastenliebe nennen. Nur zwei Häuser voneinander entfernt sind Gerdi und Kurt in Netra aufgewachsen, haben als Kinder miteinander gespielt und dieselbe Dorfschule besucht. 

Ob sie als Kinder mal über das Heiraten sprachen, ist nicht überliefert. Aber offiziell gefunkt hat es erst 1958 bei der Hochzeit einer Cousine.

Gerdi und Kurt Opfer ergänzen sich bis heute

Dass auch ihre Zeit als Paar, die inzwischen über 60 Jahre hält, mit einem Fest begann, ist eigentlich typisch für die beiden. „Meine Eltern waren immer sehr aufgeschlossen und lustig und haben gefeiert, was das Zeug hält“, erzählt Tochter Christiane Mäurer, die nur zwei Häuser neben ihren Eltern wohnt.

Geselligkeit ist nur eines der Dinge, die Gerdi und Kurt teilen. Beide ergänzen sich bis heute. Kurt liebte immer die Natur, begab sich auf endlose Streifzüge durch den Wald, nahm an Treibjagden teil, obwohl er erst mit 65 Jahren seinen Jagdschein machte, baute Obst und Gemüse an, liebte den Fußball und verbrachte viel Zeit auf dem Sportplatz. 

„Wenn wir unseren Vater am Wochenende mal sehen wollten, mussten wir uns schon anstrengen“, erinnert sich seine Tochter. Kurt und Gerdi haben gemeinsam gesungen, Kurt Opfer im Männergesangverein Netra, beide gemeinsam bei Viva la Musica. „Singen befreit“ war ihr Motto. Deshalb wurde in der Familie auch privat und zuhause viel gesungen.

"Meine Mutter ist eine sehr gute Köchin"

Während Kurt Opfer nach dem frühen Tod seines Vaters noch als Halbwüchsiger die Schreinerei übernahm, besuchte Gerdi die Landwirtschaftsschule, half dann später aber zuhause und zog ihre eigenen drei Kinder Thomas, Christiane und Andrea groß. 

„Meine Mutter ist eine sehr gute Köchin“, sagt Christiane Mäurer. Sie habe immer neue Rezepte ausprobiert, aber das Liebeste ist Vater Kurt Gerdis unvergleichliche Schwarzwälder Kirschtorte.

Während Gerdi Opfer statt Gymnastik immer noch mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist ihr Mann durch die Folgen eines schweren Verkehrsunfalls 2015 ziemlich eingeschränkt. „Aber er kann wieder gehen und essen und schafft es immerhin in den Garten, wenn auch nicht mehr in den Wald“, so seine Tochter.

"Unser nächstes Ziel ist unser 61. Hochzeitstag"

Zu Feiertagen trifft sich die große Familie, die viele glückliche Momente wie auch Tragödien miteinander geteilt hat, immer noch gern. „24 Mann sind wir, wenn alle da sind“, sagt Christiane Mäurer. Aber im Moment geht das leider nicht.

Vor allem Kurt Opfers großes Ziel war das Fest zur Diamantenen Hochzeit. „Die wollte er eigentlich ganz groß feiern“, sagt seine Tochter. Gerdi Opfer macht nun aus der Not eine Tugend: Unser nächstes Ziel ist unser 61. Hochzeitstag.“

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