Graburgschule: Schließung jetzt unausweichlich

Weißenborn. Das Schulamt für den Werra-Meißner-Kreis mit Sitz in Bebra verweigert der Unterrichtsaufnahme an der Graburgschule in Weißenborn zum nächsten Schuljahr die Zustimmung. Darüber informierte die Leiterin der Behörde den Kreis als Schulträger gestern vorab per E-Mail.

Landrat Stefan Reuß, zugleich auch Schuldezernent, wollte die Entscheidung gestern nicht kommentieren und auch nichts zur Neuordnung der Grundschulbezirke sagen. Er ließ ausrichten, dass der Kreisausschuss sich während seiner Sitzung am heutigen Dienstag mit der Thematik befassen wolle und anschließend eine Erklärung abgeben werde. Die Festlegung der Schulbezirke ist maßgeblich dafür, ob der Unterricht in Weißenborn über eine vom Schulamt vorgeschlagene Hilfskonstruktion doch noch aufgenommen werden kann oder ob dieser Beschluss das endgültige Aus für die Graburgschule bedeutet. Wird Weißenborn dem Grundschulbezirk Röhrda zugeschlagen, erlaubt die besondere Konstellation die Einrichtung einer Außenstelle an der Graburgschule. Gehört Weißenborn in Zukunft zum Grundschulbezirk Wanfried, wäre das nicht möglich. Die Gemeindevertretung per Beschluss und mehrheitlich auch die Eltern mit ihrer Unterschrift hatten sich für die Zuordnung nach Wanfried ausgesprochen. Das ist bei den Eltern aber nicht unumstritten - es gibt aus Stimmen, die Röhrda favorisieren. „In dem Dorf tobt der große Streit“, so Schulamtsleiterin Hofmann. Folgt der Kreisausschuss dem Votum der Gemeindevertretung, wären die einjährige Übergangslösung und die Wiederbelebung der Graburgschule mit dem Schuljahr 2015/16 - dann wieder mit ausreichend vielen Schülern - vom Tisch. Zur Unterrichtsaufnahme wären mindestens 13 Schüler notwendig. Angemeldet sind für das nächste Schuljahr aber nur acht Kinder.

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