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Grandenborn wird starkes Dorf

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Von: Stefanie Salzmann

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Gemeinschaftswerk: Viele freiwillige Helfer aus Grandenborn haben am Aufbau des neuen Klettergerüstes auf dem Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus mitgewirkt.
Gemeinschaftswerk: Viele freiwillige Helfer aus Grandenborn haben am Aufbau des neuen Klettergerüstes auf dem Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus mitgewirkt. © privat/nh

Ein engagierter Förderverein bringt den Ringgauer Ortsteil nach vorn: Grandenborn wird starkes Dorf

Grandenborn – Viele Menschen aus Grandenborn haben mitgewirkt. Jetzt hat der Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus nicht nur ein nagelneues Klettergerüst, sondern auch die anderen Spielgeräte sind auf Vordermann gebracht. Eingeweiht wurde der frisch renovierte Platz samt neuem Klettergerüst, das aus dem Landesprogramm „Starkes Dorf“ mit 5000 Euro gefördert wurde, Ende Juni mit einem Kinderfest. Zugleich war dies der Startschuss für die Grandenbörner Mohnblütensaison, die sich dieser Tage dem Ende neigt. „Doch das Kinderfest mündete praktisch nahtlos in das Mittsommerfest“, so Ute Langholz vom Förderverein Grandenborn.

Verantwortlich für den neu gestalteten Spielplatz zeichnen vor allem die Aktiven aus dem Förderverein. Wie Ute Langholz erzählt, hätten sich viele Freiwillige aus Grandenborn eingebracht, tatkräftig zugepackt als es um Transport und Aufbau ging, andere spendeten Geld für weitere Anschaffungen.

„Wir haben inzwischen einiges für den Ort getan“, freut sich Werner Mest. Inzwischen gebe es im Ort wieder viele junge Familien und vor allem viele Kinder, die sich an dem Platz, aber auch an weiteren Angeboten des Vereins erfreuen. „Die jungen Leute im Ort hängen sich inzwischen richtig rein“, freut sich Mest.

Dazu gehört unter anderem die große Schatzsuche, an der am vorigen Sonntag – trotz des Eschweger Johannisfestes – knapp 50 Kinder teilnahmen. Organisiert hatte das Event die Sparte „Freunde der Mohnblüte“ des Grandenbörner Fördervereins, die von Werner Mest angeführt wird.

Die drei vom Förderverein: (von links) Ute Langholz, Werner Mest und Karin Saur.
Die drei vom Förderverein: (von links) Ute Langholz, Werner Mest und Karin Saur. © Stefanie Salzmann

Auch, dass Grandenborn inzwischen stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, ist dem Engagement des Vereins rund um die Mohnblüte zu verdanken. Während der kurzen Saison rollen täglich Busse mit Besuchern an den Teichhof, aber auch Schulklassen und Kindergartengruppen wandern oder fahren mit einer der Mohnschnecken durch die leuchtenden Felder auf dem Plateau.

Ringgau: Grandenborn wird starkes Dorf

Förderverein, Gasthof Teichhof und Naturpark Frau-Holle-Land arbeiten hier Hand und Hand – das Dorf zieht mit. Dabei geht es um Beschilderung, Veranstaltungen, Marketing – immerhin gibt es beispielsweise dieses Jahr zirka sechs Hektar Mohnanbaufläche und dazu drei Hektar Frau-Holle-Blumenwiesen.

„Hier spielt das ganze Dorf mit“, sagt Mest. Deshalb wurde die Mohnblütensparte auch in den Förderverein integriert. Aus den Veranstaltungen kann der Verein im Jahr zirka 3000 Euro generieren, die dann wieder in andere Dorfprojekte fließen. Dazu gehören, so Karin Saur vom Verein, die Anschaffung neuer Bänke für das Dorf und auch ein Zuschuss zu der neuen Bestuhlung des Dorfgemeinschaftshauses.

„Wir müssen die Öffentlichkeit durch die Mohnblüte nutzen – das ist für uns als Dorf ein wunderbarer Türöffner“, sagt Mest. „Erst wenn man etwas wagt, dann erkennt man, was so alles möglich ist.“

Von Stefanie Salzmann

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