Heimatgeschichte auf 400 Seiten – Verkauf startet zur 650-Jahrfeier des Ortes

Die neue Chronik Weißenborns ist in den Druck gegangen

Im historischen Ambiente des Heimatmuseums: Bürgermeister Thomas Mäurer (ganz links) mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe (von links) Manfred Dietrich, Monika Heinisch, Ludger Arnold, Rüdiger Pütz, Hans-Jürgen Deist sowie Arno Mäurer. Foto: Spanel

Weißenborn. Drei Jahre voll intensiver Recherchearbeit liegen hinter der Arbeitsgruppe Ortschronik Weißenborn. Am Montag ist das über 400 Seiten starke Heimatbuch nun in den Druck gegangen. Gekauft werden können die ersten Exemplare laut Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer pünktlich zur 650-Jahrfeier des Ortes von Freitag, 28. August, bis Sonntag, 9. September.

„Die neue Chronik besteht aus zwei Teilen“, sagt Ludger Arnold, Vorsitzender der Arbeitsgruppe. Zum einen sei die bestehende, 200 Seiten starke Chronik von Otto Blüse noch einmal mit aufgenommen worden. „Die Frakturschrift des Werkes wurde in eine zeitgemäße Schrift umgesetzt, was die Lesbarkeit enorm erleichtert“, sagt Arnold. Im Jahr 1955 endet die Blüse-Chronik – und genau da setzt die Arbeit von Arnold, Hans-Jürgen Deist, Manfred Dietrich, Monika Heinisch, Arno Mäurer, Georg Morgenthal und Pfarrer Rüdiger Pütz an.

Rückblick auf 50 Jahre

Seit dem Jahr 2012 traf sich die Gruppe regelmäßig, legte sowohl inhaltliche als auch bildliche Schwerpunkte fest und sammelte Material. „Die Vereinsvorstände des Dorfes wurden von uns aufgefordert, ihre Sicht der vergangenen 50 Jahre im Vereinsleben zu formulieren“, sagt Hans-Jürgen Deist.

Ludger Arnold übernahm als Lehrer die Fortschreibung der Schulchronik, die mit der Schließung der Weißenbörner Grundschule im Jahr 2015 endet. Pfarrer Rüdiger Pütz ist für den kirchlichen Part verantwortlich und beschrieb für das neue Heimatbuch unter anderem die umfangreichen Renovierungsarbeiten der vergangenen Jahrzehnte. Im kommunalen und geschichtlichen Abriss war Arno Mäurer ein unermüdlicher Ideengeber: Aus seiner 30-jährigen Amtszeit als Bürgermeister steuerte er viele Beiträge bei.

„Georg Morgenthal hat alle eingereichten Beiträge schließlich redaktionell überarbeitet und zusammengefügt“, sagt Arno Mäurer. Ein besonderes Augenmerk habe Morgenthal auf die Präsentation der zahlreichen Bilder gelegt. Die stammen zum Großteil von dem Weißenbörner Karl Bauer, der bis in die 1970er Jahre hinein das alltägliche Leben im Ort mit der Kamera festhielt und die Fotos zur Verfügung stellte.

„Hinzu kommen eine Vielzahl an Artikeln zu den örtlichen Unternehmen, Händlern und Geschäften“, sagt Manfred Dietrich, der die Funktion des Korrektors übernahm. Auch Erinnerungen Einzelner würden abgebildet. „Finanziert werden konnte das Projekt Heimatbuch durch die Unterstützung der VR-Bank Stiftung sowie der Dorferneuerung“, sagt Thomas Mäurer.

• Verkauft werden soll die Chronik zu einem Preis von 20 Euro im Bürgermeisteramt sowie bei den Mitgliedern des örtlichen Heimatvereins sowie des Festausschusses.

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