Windkraft in Ringgau -  Gemeinde lädt zu Infomarkt ein

Windkraft 
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Eine Windkraftanlage ist unterhalb der Graburg geplant: Nächste Wochen wollen Gemeinde und Unternehmen umfassend über das Projekt informieren. Hier ein Windpark bei Solz im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. 

Röhrda – Befürworter und Kritiker der geplanten Windkraftanlage unterhalb der Graburg auf Gemarkung der Gemeinde Ringgau sollen gleichermaßen zu Wort kommen – das zumindest ist die Intention des sogenannten Infomarktes, zu dem die Gemeinde  für kommende Woche, am Freitag, 11. Oktober, von 17 bis 20 Uhr in die Wilhelm-Schellhase-Halle nach Röhrda einlädt. „Wir hoffen auf rege Beteiligung und den Dialog mit den Bürgern“, so Bürgermeister Mario Hartmann.

Ebenfalls vor Ort sollen die Projektentwickler von Vortex -Energy, Eno-Energy und Ostwind sein sowie Vertreter von Hessen Forst und die Bürgerinitiative BIFUUHL.

Windkraft an zwei Standorten

Das geplante Windparkprojekt Ringgau an den beiden Standorten Senningholz (östlich von Rittmannshausen) und auf der Graburg (einem Höhenzug zwischen Netra und Weißenborn) sei ein wichtiger Baustein in der Region auf dem Weg zur Umsetzung der Energiewende, heißt es in der Einladung der Gemeinde.

Denn jede Windenergieanlage könne durchschnittlich rund neun Millionen Kilowattstunden Strom produzieren und damit rund 3000 Haushalte im Jahr versorgen. Zu dem Infomarkt Windenergie in Ringgau sollen der Stand des Genehmigungsverfahrens dargelegt werden sowie welche Erkenntnisse die bisherigen Umweltgutachten gebracht haben.

Visualisierung der geplanten Anlagen 

Bei dem Infomarkt, der sich über drei Stunden erstrecken soll, können die Besucher dank einer Visualisierung die geplanten Windräder aus verschiedenen Perspektiven in der Landschaft betrachten. Informationen zu den Gutachten zum Natur- und Artenschutz sind beim Infomarkt ebenso zu finden.

Die Fragen der Bürger sollen dokumentiert werden und nach der Veranstaltung in einer detaillierten Zusammenfassung unter folgendem Link zu finden sein: energieland.hessen.de/ringgau.

Stand der Planung 

Die Planungen fußen auf dem zweiten Entwurf des Teilregionalplans Energie 2016. Dort werden entsprechende Vorranggebiete ausgewiesen. Beschlussorgan ist einzig die Regionalversammlung Nordhessen des Regierungspräsidiums Kassel – nicht aber die Gemeinde Ringgau. Vorprüfungen werden nun durch die Mitarbeiter eines Planungsbüros übernommen.

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