Interview im Kuhstall

Kinder der Zwergenstube als Radio-Reporter unterwegs

Live im Studio: Vorschülerin Leonie während der Aufzeichnung ihrer Sendung. Der Beitrag der neun Weißenborner Kinder lief im Programm des Rundfunks Meißner (RFM). Fotos: Müller/nh

Weißenborn. Live auf Sendung gegangen sind jüngst neun Vorschulkinder der Zwergenstube Weißenborn: Während eines viertägigen Radioprojektes bei Rundfunk Meißner (RFM) lernten sie nicht nur das Medium kennen, sondern versuchten sich auch als Nachwuchs-Reporter.

Es sei überwältigend, wie viele Ideen die Kinder gehabt hätten, sagte RFM-Geschäftsführerin Stefanie Müller. So hätten Nikita, Justus und Dominik das Thema Breakdance vorgeschlagen. „Während die drei tanzten, beobachteten die anderen Kinder und beschrieben in eigenen Worten, was sie sahen“, erklärt Müller. So sei Stück für Stück ein erster, eigener Beitrag entstanden.

Für eine Radio-Reportage besuchten die Vorschulkinder am dritten Tag ihres Projektes den Sängerhof in Weißenborn. 90 Milchkühe werden dort gehalten. Die warteten hungrig auf ihr Frühstück, als die Nachwuchs-Reporter mit ihren Aufnahmegeräten in den Stall kamen. „Wir machen bei solchen Aktionen gern mit, weil wir es für ganz wichtig halten, dass Kinder wissen, woher die Milch kommt“, sagt Landwirtin Nicole Sänger. Dass die Kinder den Kühen aber Mikrofone vor die feuchten Mäuler gehalten hätten, sei auch ihr neu.

Auf dem Rückweg ins Studio nahmen die Vorschüler dann noch einen weiteren für die Sendung benötigten Originalton auf: Der Weißenborner Harald Scharf warf eigens für den erklärten Trecker-Fan Paul seinen 50 Jahre alten Massey Ferguson an.

Im Stall unterwegs: Die Nachwuchsreporter interviewten auch Landwirtin Nicole Sänger.

Aus all den gesammelten Tönen, den Moderationen der Kinder sowie der Musik, die passend zu den Inhalten ausgewählt wurde, entstand ein Sendeplan. Ergänzt wurde dieser durch ein Telefon-Interview mit Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer, der zur anstehenden 650-Jahr-Feier im Ort Rede und Antwort stand.

„Für uns war es ein spannendes Projekt“, sagt Erzieherin Ilona Hoßbach. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Nicole Manegold war sie für die Betreuung verantwortlich. Besonders wertvoll sei gewesen, dass die Kinder alles selbst hätten entscheiden und umsetzen dürfen. (red/esp)

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