750 Jahre Grandenborn

Ortschronik zum Jubiläum wird jetzt veröffentlicht 

verschiedene Motive aus dem alten Grandenborn 
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Schöpfen aus einem großen Fundus: Die Autoren der Grandenborner Ortschronik konnten auf das große Fotoarchiv von Arthur Iba zugreifen. Fotos 

Die neue Ortschronik, die die 750-jährige Geschichte von Grandenborn erzählt, wird in Kürze vorgestellt. 

Grandenborn. Die große Feier zum 750. Geburtstag des Ringgauer Ortsteiles Grandenborn musste wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Ein Jahr hatte der Grandenborner Förderverein der ländlichen Strukturen das mehrtägige Fest, das eigentlich im Frühsommer stattfinden sollte, vorbereitet.

Umso größer war die Enttäuschung, als Corona dem Jubiläum ein Strich durch die Rechnung machte. Denn es ging nicht nur ums Feiern, sondern der Ort wollte die Menschen auch für seine Geschichte sensibilisieren.

Deshalb sollte den Auftakt des Festjahres eine nagelneue Ortschronik bilden, deren feierliche Veröffentlichung in einem Festakt im April dem Virus ebenso zum Opfer fiel, wie das Fest selbst.

Die Chronik

Doch nun will der Grandenbörner Verein nicht mehr länger warten und die Ortschronik, die zugleich Festschrift ist, am Samstag, 10. Oktober, im Gasthof „Teichhof“ in Grandenborn vorstellen.

An dem Abend soll dann auch der Verkauf des Buches starten. Die Autoren – zu ihnen gehören die Historiker Hans Isenberg, York-Egbert König, Dr. Karl Kollmann sowie Dr. Thomas Diehl – werden an dem Abend Vorträge zu ihren Themenschwerpunkten halten. Thematisiert haben die Autoren vor- und frühgeschichtliche Funde, die auf erste Siedler in der Jungsteinzeit hindeuten bis zur ersten urkundlichen Erwähnung und der mittelalterlichen Geschichte über den Ursprung des Ortsnamens sowie des Familiennamens und das Schulwesen in Grandenborn.

Illustriert ist das Werk mit einer Vielzahl wunderbarer historischer Fotografien aus der großen Sammlung des Grandenbörner Bürgers Arthur Iba.

750 Jahre Plus 1

Aber auch das dreitägige Jubiläumsfest mit stehendem Festumzug, Vorführungen und vielen weiteren Programmpunkten soll nachgeholt werden. Inzwischen steht ein Termin fest: von Freitag, 20. bis 22. August 2021.

Geschichte des Ortes

Auf den 4. August 1270 ist die Urkunde datiert, in der sich der Abt Heinrich von Hersfeld bekennt, dass er auf Bitten Bodos von Boyneburg, seines Vetters Sohn, und dessen Bruders Heinrich von Boyneburg-Hohenstein sowie dessen Mutter dem Kloster Kreuzberg zwei Hufen in „Graneborn“, welche ihm von den Genannten zum Seelenheil ihrer Eltern übergeben worden sind, zugeeignet hat. Die Familie der von Boyneburgs prägte den Ort über mehrere Jahrhunderte hinweg.

Sind bis in das 16. Jahrhundert hinein noch Besitzungen und Rechte des Stiftes Hersfeld in Grandenborn nachweisbar, so machten sich die von Boyneburg-Bischhausen und Laudenbach offenbar die von der Besetzung durch Hessen herrührende Schwäche des Stiftes zunutze. Sie brachten den kompletten Ort mitsamt allen Herrschaftsrechten in ihre Hände.

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