Haushalt ein „Volltreffer“

Kindergarten ist beherrschendes Thema der Gemeindevertretung

Grandenborn. In einer trotz 14 Tagesordnungspunkten schnell vorangebrachten Sitzung der Gemeindevertreter Ringgaus im Dorfgemeinschaftshaus in Grandenborn nahm das Thema des geplanten Kindergartenumzuges von Netra in die Grundschule Röhrda den größten Platz ein.

Die Ü3-Unterbringung

Matthias Fischer (ÜWG) erklärte, man habe das Thema ausgiebig diskutiert. Aus drei möglichen Szenarien habe man sich letztlich dazu entschieden, einen Umzug der Ü3-Kinder in die Mittelpunktgrundschule Röhrda zu forcieren. In der Schule könnten bis zu vier Gruppen im unteren Teil des Gebäudes installiert werden. Die Krippenplätze blieben von dem Umzug unberührt in Netra bestehen – das Gebäude müsse jedoch saniert werden. Dazu wurde der Kindergarten bereits geschlossen, um mit der Sanierung beginnen zu können. Das Ende der Sanierungsarbeiten sei zum 21. Januar geplant. In der Zwischenzeit würden je eine Gruppe im Martin-Luther-Heim Netra, im Kindergarten Datterode und im Pfarrhaus Renda untergebracht. „Wir denken, dass mit der Integration der Ü3-Kinder in die Schule auch der Schulstandort gesichert werden kann“, sagte Fischer. Da man auch mit schlechter Kassenlage etwas bewegen könne, habe das Projekt Vorbildcharakter. Für das Projekt habe man Kosten in Höhe von 975 000 Euro eingeplant.

Der Haushaltsplan

Zuvor wurde der Haushaltsplan einstimmig in den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen. Nachdem mit Einnahmen in Höhe von 4 056 325 Euro geplant werden kann, denen Aufwendungen in Höhe von 4 186 085 Euro gegenüberstehen, wird die Kasse ein Defizit von 129 733 Euro aufweisen. Bürgermeister Klaus Fissmann nannte den Haushaltsplan einen „Volltreffer“, da man so die Vorgaben aus dem kommunalen Rettungsschirm erfüllen könne. „Ich denke, es ist ein Haushalt, mit dem wir keine großen Sprünge machen können. Wir haben allerdings gelernt, mit diesen Vorgaben umzugehen“, sagte der Bürgermeister in seiner Erklärung, in welcher er hinsichtlich etwaiger Steueränderungen Entwarnung geben konnte. „Im Bereich der Steuersätze wird sich nichts ändern“, so der Bürgermeister abschließend.

Von Lukas Sennhenn

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