Offizielle Zertifizierung

Lüderbacher Gotteshaus ist nun Pilger- und Radwegekirche

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Offizielle Zertifizierung: Vor dem Flügelaltar der Kirche Lüderbach überreicht Nina Wetekam Pfarrer Rüdiger Pütz das Signet der Pilger- und Radwegekirche sowie ein Tablett als Zeichen der Gastfreundschaft. 

Lüderbach. Eine offene Tür für alle: Die Pilger- und Radwegekirche in Lüderbach lädt zu Rast an Leib und Seele ein. Am vergangenen Sonntag wurde sie offiziell ausgezeichnet, ab sofort zeigt ein Schild am Eingang an, dass jeder willkommen ist.

Natürlich feierten die Lüderbacher ihre Zertifizierung mit einem passenden Rahmenprogramm am Sonntag, schließlich gibt es bisher nur drei Kirchen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die beide Signets tragen. Der Tag im Zeichen der Pilger- und Radwegekirche begann um elf Uhr für alle Rad- und Wanderfreudigen mit einer gemeinsamen Wanderung. Am Point India wurde dann ein gemütliches Picknick bei Sonnenschein abgehalten, bevor es zurück nach Lüderbach ging. Dort angekommen, fand der Gottesdienst anlässlich der Zertifizierung statt.

„Die Lebendigkeit der Kirche bleibt erhalten.“

Ludger Arnold Kreissynode

Nina Wetekam, Fachreferentin für die offenen Kirchen der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, überreichte Pfarrer Rüdiger Pütz ganz offiziell das neue Schild für die Lüderbacher Kirche und erinnerte an den Gedanken der Gastfreundschaft der Kirche: „Sie muss deutlich zeigen: Du bist hier willkommen, was auch immer dich hier zum Rasten veranlasst. In einem israelischen Sprichwort heißt es: Wer Gastfreundschaft übt, bewirtet Gott“, sagte Wetekam.

Aus diesem Gedanken heraus überreichte sie außerdem ein Tablett, denn dieses sei für sie ein ganz persönliches Zeichen der Gastfreundschaft. Auch Ludger Arnold, Vorsitzender der Kreissynode, freute sich über die Auszeichnung der Lüderbacher Kirche und betonte auch die Wichtigkeit dieser für den ganzen Kreis. „Die Lebendigkeit der Kirche bleibt erhalten. Ich wünsche Ihnen viele Menschen, die kommen und auch bleiben“, sagte er. Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmann lobte die Pilger- und Radwegekirche als Alleinstellungsmerkmal für die Gemeinde Ringgau.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zu Kaffee und Kuchen unter der Linde vor der Kirche eingeladen. Hier dann wurde auch der von Karin Bauer-Blumenstil hergestellte Pilgerschluck verköstigt. Mit der Lage am Elisabethpfad und dem Wartburg-Radweg könnte die Kirche in Lüderbach nicht besser gelegen sein, um Pilgern und Radfahrern einen Zufluchts- und Ruheort zu bieten.

Pilgerstempel liegt bereit

Von Anfang April bis Ende Oktober sind die Türen niemals verschlossen. Außerdem liegt jetzt ein Pilgerstempel bereit. Dieser zeigt ein Symbol aus dem schönen Flügelaltar und trägt den Schriftzug „Lüderbach am Elisabethpfad“, Pilger können sich so ihren Aufenthalt in Lüderbach in ihrem Pilgerbuch vermerken.

Reiner Methe fungiert als Ansprechpartner für alle, die gerne mehr über die schöne Kirche und den einzigartigen, rund 500 Jahre alten Flügelaltar erfahren möchten. Jetzt freut sich die Kirche auf zahlreiche Pilger und Radfahrer, die ihre Rast im Ringgauer Ortsteil Lüderbach genießen.

Von Selina Kaiser

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