Als Quereinsteigerin ins Amt

Mareile Preuschhof ist die neue Pfarrerin für Datterode und Röhrda

Tritt ihre erste Pfarrstelle in Datterode und Röhrda an: Mareile Preuschhof. Nach ihrem berufsbegleitenden Studium hat sie ihr Vikariat im Kirchspiel Lippoldsberg absolviert. Preuschhof wurde am 25. Oktober des vergangenen Jahres in Schmalkalden ordiniert. „Ich freue mich auf die Zeit, die vor mir liegt“, sagt die 55-Jährige. Gern würde sie den Menschen den Zugang zur christlichen Spiritualität nahebringen. Foto: privat/nh

Datterode/Röhrda. Mit Mareile Preuschhof ist eine neue Pfarrerin für das evangelische Pfarramt Datterode-Röhrda gefunden: Die 55-Jährige hat zu Jahresbeginn die Nachfolge des Pfarrerehepaars Schröter angetreten.

Für Preuschhof ist die Pfarrstelle, die seit September vakant war, eine besondere Herausforderung – „denn schließlich bin ich eine Berufsanfängerin“, sagt die zweifache Mutter mit einem Lächeln.

Für den Weg in die Theologie hat sich die ausgebildete Hebamme ganz bewusst entschieden. „Das Interesse wuchs durch meine langjährige Tätigkeit in der Hospizarbeit“, sagt Preuschhof, die bis zum Jahr 2013 den ambulanten Palliativ- und Hospizdienst in Hannover leitete. „Die Beschäftigung mit der Endlichkeit des Lebens hat mich auch in meinem Glauben gestärkt.“

Mit Erfahrung bereichern 

„Mit ihrer reichen Lebens- und Berufserfahrung wird Mareile Preuschhof die beiden Orte bereichern“, zeigt sich Dekan Martin Arnold überzeugt. Auch den Durchhaltewillen und das Engagement, das Preuschhof bis 2013 in ein dreijähriges, berufsbegleitendes Studium der evangelischen Theologie an der Philipps-Universität Marburg investiert habe, um als Pfarrerin tätig sein zu können, empfinde er als bewundernswert.

„Meist habe ich abends nach der Arbeit, wenn die Kinder schon im Bett waren, gelernt“, sagt die 55-Jährige. Ihre Erfahrungen will sie nun auch in ihr Amt einfließen lassen: „Sofern mir der Raum bleibt, möchte ich einen Schwerpunkt auf die Seelsorge legen“, so die Pfarrerin.

Doch zunächst gebe sie sich ein Jahr Zeit, um die Menschen in Datterode und Röhrda, ihre Bedürfnisse, Sorgen und Anregungen kennenzulernen. Geplant sei auch, ein besonderes Augenmerk auf die Jugend zu legen: „Auch nach der Konfirmation sollen sie in das Gemeindeleben eingebunden werden.“

Vorstellung am 17. Januar

Ihren ersten Einsatzort hat sich Preuschhof nicht ausgesucht – „vielmehr werden die neuen Pfarrer vom Bischhof entsandt“, erklärt Dekan Martin Arnold. „Doch glücklicher könnte ich nicht sein“, sagt die 55-Jährige, die 30 Jahre in Hannover gelebt hat. „Der Ringgau bietet nicht nur landschaftlich eine Menge – auch die Chemie mit den Menschen hier stimmt.“ Das Pfarrhaus in Datterode bewohnt Preuschhof bereits, und auch die ersten Kontakte in die Gemeinde sind geknüpft.

• Wer Mareile Preuschhof persönlich kennenlernen will, hat dazu am Sonntag, 17. Januar, ab 14 Uhr die Gelegenheit. Dann wird sich die neue Pfarrerin der Gemeinde in der Kirche zu Röhrda vorstellen.

Von Emily Spanel

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