Multiple Sklerose

Ausflüge mit der MS-Gruppe sind für die Patienten etwas Besonderes

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„Komm, hol das Lasso raus!“: Kitakinder aus Röhrda sorgen für Stimmung bei der MS-Gruppe des Kreises.

Viele MS-Kranke können ihr Zuhause nur noch selten verlassen. Dreimal im Jahr organisiert die MS-Gruppe Werra-Meißner Ausflüge. Diesmal ging es nach Grandenborn.

Verkleidet als Cowboy und Indianer, geschmückt mit bunten Federn und endlos aufgeregt, kamen die Kindergartenkinder des Kindergartens „Die kleinen Hände“ mit ihrer Leiterin Petra Hachler hereinspaziert.

Eingeladen hatten zu der Veranstaltung die Landfrauen aus Grandenborn am Dienstagnachmittag die MS-Gruppe des Werra-Meißner-Kreises in das Bürgerhaus zu einem gemütlichen Beisamensein mit Kaffee und Kuchen. Die Initiatorin der Veranstaltung, Ute Bernischke, begrüßte zunächst alle 36 Gäste und bedankte sich bei den Landfrauen für die Bewirtung der MS-Gruppe.

Passend zu ihrer Verkleidung tanzten die Kindergartenkinder aus Röhrda zum Cowboy-und-Indianer-Lied und bespaßten die MS-Gäste mit dem Fliegerlied. Laut und fröhlich zum Motto des Tages stimmten sie die Zeilen „Heut ist so ein schöner Tag, lalalalala“ an.

Für die Multiple-Sklerose-Erkrankten war es ein ganz besonderer Tag. Einige von ihnen können ihr Zuhause nur mithilfe von den Organisatoren der MS-Gruppe verlassen, da sie auf spezielle Fahrdienste für Rollstuhlfahrer angewiesen sind. Die Vorsitzenden der MS-Gruppe, Norbert Gittel und Matthias Sadowsky, planen jedes Jahr circa drei Treffen für die Mitglieder, die ausschließlich über Spenden finanziert werden. „Unser Ziel ist es die Erkrankten aus ihrem Alltag zu holen, Verbindungen zu verknüpfen zwischen MS-Betroffenen und sich ihren Problemen zu stellen“, erklärt Gittel. Er selber ist nicht betroffen von der unheilbaren Erkrankung, jedoch hatte sein Vater Multiple Sklerose.

Aus diesem Grund hat er ein verstärktes Interesse, anderen Leidtragenden zu helfen. „40-jähriges Bestehen feiert unsere Gruppe mit 70 Mitgliedern im nächsten Jahr“, erzählt der Vorsitzende freudig und stolz.

Nach einer ausgiebigen Kaffeepause sangen die Landfrauen aus Grandenborn für ihre Gäste alte Volkslieder und der Nachmittag nahm mit netten Gesprächen langsam ein Ende.

Doch auf das nächste Treffen kann sich die Gruppe schon freuen. Am 10. Dezember in Ellershausen sehen sich beim nächsten Treffen alle wieder. 

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