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Volker Geyer leitet seit Schuljahresbeginn die Grundschule in Röhrda

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Von: Stefanie Salzmann

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Leitet jetzt die Mittelpunktschule in Röhrda: Volker Geyer schätzt den Dorfschulcharakter.
Leitet jetzt die Mittelpunktschule in Röhrda: Volker Geyer schätzt den Dorfschulcharakter. © Stefanie Salzmann

Röhrda – Es ist leicht zu merken und reimt sich auch noch: Geyer und Meyer – das sind die beiden neuen Namen an der Mittelpunktgrundschule in Röhrda. Während Katrin Meyer jetzt das Schulsekretariat führt, leitet Volker Geyer als Schulleiter seit Schuljahresbeginn die Grundschule im Ringgau.

Damit hat der 53-Jährige jetzt die Nachfolge von Martina Beck, die im Sommer in den Ruhestand verabschiedet wurde, angetreten.

Der gebürtige Eisenacher fühlt sich an der Röhrdaer Schule mit ihren 85 Schülern und dörflichen Charakter und Umfeld auf vertrauten Terrain. Denn zwischen 1989 – unmittelbar nach Abschluss seines Studiums als Grundschullehrer – und 2014 war er ausschließlich an dörflichen Grundschulen tätig. „In all diesen Schulen habe ich besonders die Stärken der Dorfschule zu schätzen gelernt“, sagt Geyer, da dort der enge Kontakt zu Eltern und Kindern, zu örtlichen Vereinen, Institutionen und Firmen herrsche.

„Hier in Röhrda habe ich gefunden, was ich auch aus anderen Dorfschulen mitgenommen habe.“

Erfahrung auf internationalem Parkett

Doch der Schulleiter hat auch wertvolle Erfahrungen auf internationalem Parkett gesammelt. Gemeinsam mit seiner Frau war er ab 2014 an einer europäischen Schule in Bad Vilbel in Hessen tätig. „Das war eine Erfahrung, die mein Lehrersein sehr bereichert hat“, sagt Geyer und erzählt von der internationalen Schülerschaft und Kollegen. „Da war die Welt zu Hause.“

Mit seinen Erfahrungen will der neue Schulleiter nun auch das Schulleben in Röhrda bereichern.

Europäer und Weltbürger

„Mir ist wichtig, die Kinder in ihrer Heimat zu verwurzeln, aber sie sollen sich auch als Europäer und Weltbürger verstehen.“

An der Grundschule mit ihren fünf Klassen soll das „Grüne Klassenzimmer“ zusammen mit der Kita „Die kleinen Hände“ weiterentwickelt werden, denn neben den reinen Sitzgelegenheiten im Freien könnten Beete angelegt werden, vielleicht eine Hecke, die sich selbst entwickelt oder Beobachtungsstationen für allerlei Kleingetier. „Wichtig ist, dass Nachhaltigkeit in allen Facetten des Schulalltages eine Rolle spielt.“

Neu ist in Röhrda auch die Unterstützung für die ukrainischen Kinder, zudem gibt es erstmals einen sogenannten Vorlaufkurs für die Vorschulkinder, wo bereits vor der ersten Klasse Förderbedarfe ausgelotet werden können. „Die Nachbarschaft von Kita und Schule ist die ideale Voraussetzung für einen angstfreien und vertrauten Übergang von Kita zur Schule.“

Auch das Angebot der Nachmittags-AG soll jetzt wieder aufgenommen werden. „Wir schreiben gerade frühere Anbieter an, sind aber auch für neuen Ideen offen“, so der Schulleiter. Auch die Nachmittagsbetreuung werde voraussichtlich weiter ausgebaut.

Von Stefanie Salzmann

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