Männertreff Herleshausen und Pfarrer Jan-Uwe Schulze werden für innovative Konzepte ausgezeichnet

Preis für neue Ideen im Kirchenkreis

Innovationspreis des Kirchenkreises Eschwege: Übergabe im Kloster Germerode von Dekan Dr. Martin Arnold (rechts) an Pfarrer Jan-Peter Schulze. Foto: Weber

Datterode. Männer haben eine Leidenschaft für Maschinen. In der Kirchenarbeit jedoch spielen sie eher eine Rolle am Rande, findet der Männertreff in Herleshausen.

Wie aber kann man beide Themen verbinden? Die Inspiration dazu holten sich die Männer in Bayern: Eine motorisierte Wallfahrt, frei nach dem Motto „Laufen war gestern, modernes Männerpilgern findet auf schwerem Gerät statt - auf dem Schlepper.“

Die Idee zündete sofort, gut 50 Trecker und ihre Besatzung kamen am Muttertag im Ringgau zusammen. Und verbunden wurde die Wallfahrt gleich noch mit einer Segnung der Felder, berichtete Mathias Baum. Für diese erfolgreiche Idee gab es vom Kirchenkreis Eschwege den Innovationspreis, der in diesem Jahr zu zweiten Mal vergeben wurde.

„Wer will, dass die Kirche bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt“, sagte Dekan Dr. Martin Arnold. „Kirche braucht Erneuerung, um lebendig zu bleiben.“ Mit dem Innovationspreis möchte der Kirchenkreis die Gemeinden und ihre Mitglieder ermutigen, gute Ideen zu entwickeln.

Die Schlepperwallfahrt musste sich den Preis allerdings mit einem zweiten Projekt teilen. Pfarrer Jan-Peter Schulze aus Germerode stellte das Konzept für einen Rundweg um den Meißner vor, der im Kirchenkreis Eschwege und Witzenhausen offene Kirchen verbinden soll. Auf einem Laufzettel, ähnlich einem Pilgerpass, können die Wanderer Stempel an den 16 potenziellen Stationen sammeln. Der Naturpark Meißner-Kaufunger Wald wäre mit von der Partie, um diesen Wanderweg mit-zuplanen und auszuarbeiten. Das Projekt würde zudem auch die Zusammenarbeit der beiden Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen fördern.

Von Kristin Weber

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