Politische Überraschungen bleiben aus

Ringgau: Gemeindevertretung schrumpft von 23 auf nun 15 Sitze

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Ringgau. 15 statt 23 Kommunalpolitiker leiten ab der neuen Legislaturperiode die Geschicke der Gemeinde Ringgau.

Die Verkleinerung der Gemeindevertretung, die auf der leicht gesunkenen Zahl der Einwohner in den vergangenen fünf Jahren beruht, ist die wohl größte Veränderung im Ringgau nach der Kommunalwahl.

„Die Mehrheitsverhältnisse sind stabil geblieben“, sagt Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmann (SPD), „an der Sitzverteilung wird sich dementsprechend wenig ändern.“ Stärkste Kraft bleibt nach dem vorläufigen Ergebnis der Gemeindewahl die SPD (44,2 Prozent) mit sieben Sitzen.

Es folgt die ÜWG-Fraktion (32,4 Prozent), die ein Plus von rund drei Prozentpunkten im Vergleich zu 2011 erzielte und damit künftig fünf Sitze in der Gemeindevertretung stellt. Ein leichtes Minus von rund einem Prozentpunkt muss die CDU-Fraktion (23,4 Prozent) verkraften. Mit Manfred Ebeling, Ulrich Iffert und Astrid Schabacker werden künftig drei Christdemokraten im Gemeindeparlament vertreten sein.

„Auffällig viele Wähler haben Gebrauch vom Kumulieren und Panaschieren gemacht“, sagt Fissmann, „nur etwa dreißig Prozent haben ihr Kreuz bei einer Liste gesetzt“. Dadurch sehe das vorläufige Ergebnis nach dem aufwändigen Auszählverfahren nun anders aus, als die ersten Trendergebnisse vom Sonntagabend vermuten ließen. Da kratzte die SPD noch an der absoluten Mehrheit.

„Die hätte sich die SPD sicher gewünscht“, sagt Reinhard Sennhenn, Spitzenkandidat der Sozialdemokraten und langjähriger Vorsitzender der Gemeindevertretung, mit einem Lächeln. „Doch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.“ Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fraktionen reibungslos funktioniere – „und das soll auch für unsere zukünftige Arbeit gelten.“

Von Emily Spanel

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