Täter gesucht: Sportplatz in Netra wird von Autofahrer zerpflügt

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Irrfahrt einmal quer über den Sportplatz in Netra: Deutlich sind die Schäden im Grün zu erkennen. Wird der Verursacher nicht gefunden, bleiben Ärger, Arbeit und Kosten allein am TSV Netra 1913 hängen. 

Netra. Zwischen den Jahren hat ein Auto auf dem Sportplatz von Netra tiefe Spuren hinterlassen. Der Verein wollte dem Täter die Chance geben sich zu stellen.  

Tiefe Furchen durchziehen das Grün des Sportplatzes in Netra. Abdrücke von Autoreifen sind deutlich zu erkennen, die Grasnarbe ist zerstört. In diesem Zustand hinterlassen hat den Rasen ein noch unbekannter Autofahrer, der die sonst so gepflegte Fläche wohl für eine unerlaubte Spritztour genutzt hat – zum Entsetzen der Mitglieder des TSV Netra 1913. „Eine Anzeige gegen Unbekannt ist nun in Vorbereitung“, sagt Vorstandsmitglied Christian Stüber.

Entdeckt worden ist der ruinierte Rasen am Morgen des 30. Dezembers; der Tatzeitraum müsse also zwischen den Jahren liegen, nimmt Christian Stüber an. „Diskret und ohne Anzeige“ hätten die Mitglieder des TSV Netra die Angelegenheit zunächst regeln wollen – und haben dem Unbekannten alle Möglichkeiten eingeräumt, sich beim Vorstand zu melden. Doch auch ein umgehend veröffentlichter Aufruf auf der vereinseigenen Facebook-Seite blieb bis gestern ohne Ergebnis. „Kommt der Unbekannte aber doch noch zur Einsicht und meldet sich bei uns, können wir eine gemeinsame Lösung finden“, bietet Christian Stüber an.

Zentimetertief: die Furchen im Grün des Sportplatzes Netra.

Klar ist auch: Die unüberlegte Aktion des Autofahrers beschert dem TSV Netra einiges an Ärger, zusätzlicher Arbeit und Kosten. „Vermutlich werden wir versuchen, den Sportplatz größtenteils in Eigenleistung wieder herzurichten“, sagt Vorstandsmitglied Dirk Anhof. Und erst im Frühjahr werde sich zeigen, ob einige der von den Reifen in den Rasen gerissenen Löcher ohne Zutun von außen zuwüchsen.

Bis heute ist Dirk Anhof die Fahrt über den Platz unerklärlich. „Offenbar“, rekonstruiert das Vorstandsmitglied, habe sich der Unbekannte mit seinem Wagen zunächst von einem gepflasterten Weg vor dem Sportheim auf den Rasen verirrt und sich dort mit den Vorderreifen festgefahren. Die durchdrehenden Räder hätten große Rasenstücke aus dem Erdreich gerissen. „Weiter ging die Irrfahrt quer über den Platz, wohl in Richtung eines schmalen Feldwegs“, sagt Dirk Anhof. Erst eine kleine Anhöhe habe den Unbekannten gestoppt – von dort, vermutet das Vorstandsmitglied, sei der Wagen mit einem zweiten Fahrzeug aus der feuchten Wiese gezogen worden.

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